English description below photo
Damals
1868 gründete Theodor Zeise die Theodor Zeise GmbH & Co., eine Gießerei für verschiedene kleine Produkte, erst später erfolgte die Spezialisierung auf Schiffsschrauben. An der Friedensallee in Ottensen entstand ab 1882 ein Werk, in dem diese seinerzeit bis zu 10 Tonnen schwere Antriebelemente gefertigt wurden.
1886 erfand der Sohn Alfred Zeise einen neuen Typ Schiffsschraube und setzte damit einen neuen Standard für die Schifffahrt. Nach und nach wurde das Werk erweitert und durch eine zusätzliche Halle ergänzt. 1910 war die Gießerei weltbekannt und bis in die 1960er Jahre einer der führenden Betriebe der Schiffszulieferindustrie. Es wurden Schrauben mit bis zu 61 Tonnen Gewicht und Durchmessern von bis zu 9,4 Metern gefertigt. Die später folgende Werftenkrise setzte dem Unternehmen jedoch immer mehr zu und so musste es 1979 Konkurs anmelden. Das Inventar wurde versteigert und die Gebäude fielen in den Dornröschenschlaf.
Gestern
Sechs Jahre blieben die Hallen ungenutzt und fast unbeachtet. Erst 1985 erstellte ein Hamburger Architekturbüro im Auftrag der Stadt ein Konzept zur denkmalgerechten Nutzung des Komplexes. Ziel war es, die ursprünglich industrielle Nutzung des Gebäudes erkennbar zu belassen. Die Gleise der Ottenser Industriebahn wurden nicht entfernt und der innenliegende Teil des Schornsteins blieb erhalten. Auch der Schmelzofen behielt seinen Platz und Gussformen wurden in den Boden eingelassen, um sie unter Glas sichtbar zu machen.
Es entstanden Räume für die Film- und Medienbranche, aber auch für die Gastronomie. In der südlichen Halle entstand eine öffentliche Passage mit einem Programmkino, Läden und weiteren Büros. Auch das sogenannte Werk II auf der anderen Straßenseite wurde mit einbezogen und entsprechend umgebaut. Anfang 1993 erfolgte die Eröffnung.
Heute
Die Zeisehallen sind heute ein fester Bestandteil Ottensens, das sich vom Industriestandort über ein Einwandererviertel hin zu einem szenigen und kulturell vielfältigen Stadtteil gewandelt hat.
Aber auch die Zeisehallen wandeln sich. Das Restaurant ist inzwischen in die Passage gezogen und vor einigen Jahren wurde an anderer Stelle ein Supermarkt denkmalgerecht eingefügt. Die Gussformen sind mittlerweile nicht mehr sichtbar, die Gussgruben wurden mit Stahlplatten abgedeckt. Die verbliebenen Gleise sind eines der wenigen Relikte der Ottenser Industriebahn.
Die Zeisehallen haben sich als Kultur- und Eventzentrum etabliert. Im November 2025 fand hier anlässlich des Geocaching International Film Festivals GIFF eine Blockparty statt.
Die Zeisehallen sind täglich von 7-23 Uhr geöffnet.
Weiterführende Informationen finden sich z. B. auf
https://www.shmh.de/journal-hall-of-fame-die-geschichte-der-zeisehallen/
https://de.wikipedia.org/wiki/Zeisehallen
https://de.wikipedia.org/wiki/Ottensener_Industriebahn
Deine Aufgaben und Logbedingungen
- An den Koordinaten befindet sich in 5 Metern Höhe eine Gedenktafel für Theodor Zeise. Mache davon ein Foto, auf dem mindestens ein Teil von dir (es muss nicht das Gesicht sein) und mit etwas, auf dem dein deutlich ausgeschriebener GC-Name zu lesen ist (nicht spiegelverkehrt).
ODER,
als Alternative, da das Fotografieren nach oben dort nicht ganz einfach ist:
Mache ein Foto von den verbliebenen Gleisen der Ottenser Industriebahn (15 Meter entfernt,
Koordinaten s. Wegpunkt 01) auf dem mindestens ein Teil von dir (es muss nicht das Gesicht sein), und so, dass auch das Gebäude erkennbar ist sowie mit etwas, auf dem dein deutlich ausgeschriebener GC-Name zu lesen ist (nicht spiegelverkehrt).
- Zu jedem Log gehört ein eigenes Foto, ein Verweis auf ein anderes Log reicht nicht aus. Jedes Foto sollte nur einmal verwendet werden.
- Fotos, in denen nachträglich geforderte Bildinhalte eingearbeitet wurden sowie KI-generierte Fotos, erfüllen nicht die Logbedingungen.
Die Aufgaben sollten leicht zu erfüllen sein, jedes Log, das den Anforderungen nicht entspricht darf kommentarlos gelöscht werden.
Weitere Fotos sind gerne gesehen.
Das Betreten des Gebäudes ist zur Erfüllung der Aufgabe nicht erforderlich. Nichtsdestotrotz würde ich mich freuen, wenn du trotzdem hineingehst und es dir ansiehst.
Bitte beachte: Der Nebeneingang Bergiusstraße (s. Wegpunkt 04) ist nicht barrierefrei (es gibt dort einige Treppenstufen).
Viel Erfolg und viel Vergnügen!
Virtuelle Auszeichnungen 5.0 - 2026-2027
Dieser Virtuelle Cache ist Teil einer limitierten Auflage von Virtuellen Caches, die zwischen dem 3. Februar 2026 und dem 3. Februar 2027 erstellt wurden. Nur 4.000 Cache-Besitzer erhielten die Möglichkeit, einen Virtuellen Cache zu verstecken. Erfahre mehr über die Virtuellen Auszeichnungen 5.0 im Geocaching-Blog.

Eigenes Foto, © 6foot3
Deutsche Beschreibung oberhalb des Fotos
Back then
In 1868, Theodor Zeise founded Theodor Zeise GmbH & Co., a foundry for various small products, which only later specialized in ship propellers. In 1882, a factory was built on Friedensallee in Ottensen, where these propulsion elements, which weighed up to 10 tons at the time, were manufactured.
In 1886, Zeise's son Alfred invented a new type of ship propeller, setting a new standard for shipping. The factory was gradually expanded and an additional hall was added. By 1910, the foundry was world-renowned and remained one of the leading companies in the ship supply industry until the 1960s. Propellers weighing up to 61 tons and with diameters of up to 9.4 meters were manufactured. However, the subsequent shipyard crisis took its toll on the company, and it was forced to file for bankruptcy in 1979. The inventory was auctioned off and the buildings fell into disrepair.
Yesterday
The halls remained unused and almost unnoticed for six years. It was not until 1985 that a Hamburg architectural firm commissioned by the city developed a concept for the complex's use in accordance with its status as a historic monument. The aim was to preserve the building's original industrial use leave visible. The tracks of the Ottensen industrial railway were not removed and the inner part of the chimney was preserved. The melting furnace also remained in place and casting molds were embedded in the floor so that they could be seen under glass.
Spaces were created for the film and media industry, as well as for restaurants and cafés. In the southern hall, a public passageway was established with an arthouse cinema, shops, and additional offices. The so-called Werk II building across the street was also incorporated and renovated accordingly. The complex opened in early 1993.
Today
Today, the Zeise Halls are an integral part of Ottensen, which has transformed itself from an industrial location to an immigrant neighborhood to a trendy and culturally diverse district.
However, the Zeise Halls are also undergoing change. The restaurant has since moved into the passageway, and a few years ago, a supermarket was added to another location in accordance with historic preservation guidelines. The casting molds are no longer visible, and the casting pits have been covered with steel plates. The remaining tracks are one of the few relics of the Ottensen industrial railway.
The Zeise Halls have established themselves as a cultural and event center. In November 2025, a block party was held here on the occasion of the Geocaching International Film Festival (GIFF).
The Zeise Halls are open daily from 7 a.m. to 11 p.m.
Further information (German only) can be found, e.g., at
https://www.shmh.de/journal-hall-of-fame-die-geschichte-der-zeisehallen/
https://de.wikipedia.org/wiki/Zeisehallen
https://de.wikipedia.org/wiki/Ottensener_Industriebahn
Your tasks and logging requirements
- At the coordinates, there is a memorial plaque for Theodor Zeise at a height of 5 meters. Take a photo of it that shows at least part of yourself (it doesn't have to be your face) and something on which your GC name is clearly written (not mirror-inverted).
OR,
as an alternative, since taking photos upwards is not that easy there:
Take a photo of the remaining tracks of the Ottensen Industrial Railway (15 meters away, coordinates see waypoint 01) and so that the building is also identifiable as well as at least part of yourself (it doesn't have to be your face) and something with your GC name clearly written on it (not mirror-inverted).
- Each log must have its own photo; a reference to another log is not sufficient. Each photo should only be used once.
- Photos in which image content has been added retrospectively, as well as AI-generated photos, do not meet the logging requirements.
The tasks should be easy to complete; any log that does not meet the requirements may be deleted without comment.
More photos are appreciated.
Entering the building is not necessary to complete the task. Nevertheless, I would be pleased if you went inside and took a look around.
Please note: The side entrance Bergiusstraße (see waypoint 04) is not barrier-free (there are some stair steps there).
Good success and have fun!
Virtual Rewards 5.0 - 2026-2027
This Virtual Cache is part of a limited release of Virtuals created between February 3, 2026 and February 3, 2027. Only 4,000 cache owners were given the opportunity to hide a Virtual Cache. Learn more about Virtual Rewards 5.0 on the Geocaching Blog.