DER WEISSSTORCH
Stelzender Glücksbringer
Lange gehörte der Weißstorch zum alltäglichen Bild am Niederrhein – vor allem in der Düffel. Doch mit der Intensivierung der Landnutzung änderte sich die Landschaft und die Störche wurden immer weniger. Ab 1946 blieb der Weißstorch sogar für einige Jahrzehnte ganz verschwunden. In ganz NRW sank der Bestand bis auf drei Brutpaare ab. Kurz nachdem im Jahr 1987 große Teile der Düffel unter Naturschutz gestellt wurden, kehrten die ersten Störche zurück. Ab 1997 wurden an typischen Nestplätzen Nisthilfen aufgestellt und 1998 brüteten erstmals wieder Weißstörche erfolgreich in der Düffel. Das erste Paar, das auf den Namen Jan und Marie getauft wurde, zog erfolgreich drei Junge auf. Seitdem steigt der Bestand kontinuierlich. Die Tiere profitieren vor allem von den Nisthilfen. Außerdem überwintern viele Störche über Spanien, wo sie auf den Mülldeponien reichlich Nahrung finden. Ihre eigentliche Route über den Libanon haben die Störche vermutlich aufgrund der Bejagung dort verändert. Dadurch verkürzt sich ihre Zugroute, da sie nicht mehr bis südlich der Sahara weiterfliegen. Mittlerweile gibt es so viele Storchenpaare, dass Hoffnung auf eine langfristig stabile Population besteht. Heute sind Weißstörche ein Symbol für den Erfolg von Naturschutz und ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur.
JÄGER MIT PINZETTENSCHNABEL
Mit ihrem schmalen, spitzen Schnabel können die Störche kleine Beute wie Käfer, Frösche, Insekten und Würmer erbeuten. In diesem Grund ernähren sie sich hauptsächlich von kleinen Beutetieren wie Fröschen, Insekten und Würmern. Um ihre Küken zu füttern, würgen die Storcheneltern die Futterportionen wieder hervor.
⚠️ Wichtiger Hinweis
Dieser Cache liegt in einem Naturschutzgebiet. Bitte bleibt unbedingt auf den Wegen, respektiert die Natur und stört keine Tiere oder Pflanzen. Das Betreten von Wiesen und Brutflächen ist nicht erlaubt. Achtet darauf, leise zu sein und keinen Müll zu hinterlassen – so können wir alle dazu beitragen, dass der Weissstorch und viele andere Arten hier eine sichere Heimat behalten.