
Um 600 dient die Burg Osterfeld als
slawische Fluchtburg. Um 950 haben sich deutsche Feudalherren
inmitten des slawischen Siedlungsgebietes eingerichtet. Im Auftrag
König Heinrichs I. und dessen Sohn Otto wird die ehemalige
slawische Fluchtburg als Befestigungsanlage weiter ausgebaut. Im
11. Jh. war es eine der stärksten Festen des Osterlandes. Der Name
Osterfeld ist von der Frühlingsgöttin Ostara herzuleiten. Um 1304
gehören die Burg sowie die Stadt nachweislich zum
bischöflich-naumburgischen Besitz. In den Urkunden jener Zeit wird
in oppidum Osterfeld (Stadt Osterfeld) und castrum
Osterfeld (Burg Osterfeld) unterschieden.
1575 ersticht ein gewisser Matz Steinmetz, genannt
"Bettelmatz" seine Geliebte auf dem Osterfelder Jahrmarkt. Er wurde
bis zu seiner Hinrichtung im Turm eingesperrt. Daher stammt
vermutlich der Name des Bergfriedes "Matzturm“. Er soll ebenso tief
unter der Erde stehen, als er sich über derselben erhebt.
Seit dem 16. Jahrhundert wird in Schriftstücken
nicht mehr von der Burg, sondern vom Schloss Osterfeld gesprochen.
1585 beschließen der Rat zu Osterfeld und der Dompropst einen
Schlossneubau auf dem Burggelände. Der Neubau muss sehr dürftig
gewesen sein, denn 1609 vermerkte der Richter Weidtkorn unter
anderem: "... auf dem alten Schloss nur eine große alte Scheune und
klein Wohnhäuslein an Dach und Fach böse durchsichtig ...".
Außerdem wird vorgeschlagen: "... den Schlosshof außer dem inneren
Turmhof" an 12 Bürger zum Häuserbau herzugeben. Es wird von 2
Burghöfen gesprochen. Zum Burghof bzw. zur Hauptburg gehören zu
diesem Zeitpunkt noch der heute obere Teil des angrenzenden
Friedhofes. Der tiefer liegende Friedhof war der 2. Burghof bzw.
die Vorburg. Der ehemalige Burgeingang lässt sich heute noch am
Töpfersberg erkennen.
Ab 1950 wird die gesamte Burganlage nur noch von
der Schule genutzt. Der Obstgarten auf dem Burghof wird in einen
Schulhof umgestaltet. 1978 wird im Burghof erstmalig das
"Osterfelder Burgfest" gefeiert.
(Quelle: Osterfelder Kultur- und
Heimatblatt / Prospekt und Führer für Osterfeld in Thüringen und
Umgegend)
Die Aufgabe:
Die o.a. Koordinaten führen dich zu einem Denkmal, auf dessen
Vorderseite sich zwei Jahreszahlen befinden.
Die Zielkoordinaten errechnen sich aus:
N 51° 04. die letzten drei Ziffern ergeben sich aus: 183,25 x die
dritte Ziffer der größeren Jahreszahl
N 011° 56.0 die beiden letzten Ziffern ergeben sich aus: 10 x die
zweite Ziffer der kleineren Jahreszahl
Viel Vergnügen wünscht
Marsu