Es ist in
aller Munde, zumindest in der Haffregion: die alte
Bahnverbindung zwischen Ducherow und Swinemünde könnte
als EU-Grenzprojekt wieder zum Leben erweckt werden. Der
Bahndamm, oder besser das was von ihm übrig ist, einige
Bahnhofsgebäude und weithin sichtbar die Überreste der
Eisenbahnhubbrücke Karnin existieren noch.
Die 38
Kilometer lange Strecke ging 1876 in Betrieb und verband den Ort
Ducherow über Karnin, Usedom und Dargen mit Swinemünde und später
Heringsdorf. Fahrgäste waren, zumindest in der Saison,
hauptsächlich die Berliner Badegäste.
Die Brücke
zwischen der Insel und dem Festland stellte eine besondere
Herausforderung dar, musste sie doch gewährleisten, dass die
seinerzeit noch zahlreichen Segelschiffe die Stelle
passieren
konnten. Anfangs fungierte hier eine Drehbrücke. Auf einem
Mittelpfeiler gelagert, wurde das Gleisbett einfach per Handbetrieb
um 90° gedreht und die Schiffen konnten sogar im Gegenverkehr
passieren. 1933 wurde dann die Hubbrücke installiert. Das Gleisbett
lagerte nach wie vor auf dem Mittelpfeiler. Gegengewichte, die kaum
2 Tonnen leichter waren, erlaubten es, das Gleisbett mit schwachen
Motoren 28 Meter zu heben und wieder zu senken, was jeweils etwa
drei Minuten dauerte. Die Züge konnten die Brücke beidseitig mit
immerhin 100 km/h passieren. In der Saison sollen täglich 26 Züge
zwischen Berlin und Swinemünde gefahren sein, mit einer Fahrtdauer
von etwa 2,5 Stunden!
Ende April 1945
wurde die Brücke von deutschen Soldaten gesprengt und nach dem
Krieg die gesamten Gleise demontiert.
In Karnin gibt
es in der Nähe der Hubbrücke im ehemaligen Bahnhofsgebäude ein
Ausstellungs- und Informationscenter. Geöffnet ist von
Dienstag bis Sonntag von 10-17 Uhr.
Wenn ihr von
Berlin nach Usedom auf dem Radfernweg unterwegs seid, begegnet ihr
dem ehemaligen Bahndamm erstmals kurz hinter dem hölzernen
Aussichtsturm bei Rosenhagen. Der Cache ist
auf dem Bahndamm in einem hohlen Baum, unter einigen
Schottersteinen vom Bahndamm, zu finden. Wenn ihr weiter nach Kamp
zu Fähre wollt, könnt ihr auf dem Bahndamm fahren. Es sind noch
etwa drei Kilometer. O.K. an einigen Stellen müsst ihr auch
schieben, aber die Gegend ist einmalig!
Autofahrern empfehlen wir, das Auto an der Kirche in Rosenhagen
oder etwas weiter entfernt in Bugewitz abzustellen. Eine Wanderung
nach Kamp ist nur zu empfehlen. Wenn es irgendwie möglich ist,
nehmt unbedingt ein Fernglas mit.
Dieser Cache
gehört zu einer Serie weiterer Caches, die entlang des
Berlin-Usedom Radfernweges zu finden sind bzw. sein werden. Entlang
der Eisenbahnstrecke gibt es zwei weitere Berlin-Usedom
RadwegCaches, #7b und #7c.
Dem Erstfinder des Caches senden wir gern eine Urkunde in Form
einer gestalteten und bedruckten CD-ROM mit der
GPS-Kursaufzeichnung und den Wegpunkten des Berlin-Usedom
Radfernweges.
Nähere
Informationen zum Berlin-Usedom Radfernweg findet ihr
unter:
"http://www.Berlin-Usedom-Radweginfo.de"
target="_blank">www.Berlin-Usedom-Radweginfo.de
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| Viel
Spaß. |
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Die komplette
Berlin-Usedom RadwegCache-Serie als Download |
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"http://www.Berlin-Usedom-Radweginfo.de/caches/berlin_usedom_radwegcaches.pdf"
target="_blank">  |
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