Dies ist eine neue Cacheserie,
wie sie auf dem Kasseler Geocacher Stammtisch am 04.03.05
beschlossen wurde. Dabei sollen Caches in der Nähe von
Gotteshäusern ausgelegt werden, die entweder historisch oder
architektonisch eine Besonderheit darstellen. Es ist hierbei völlig
egal, welcher Religion diese Häuser angehören. Jeder der an dieser
Serie teilnehmen möchte, kann dies tun. Er sollte sich jedoch an
die einheitliche Schreibweise halten, damit die einzelnen Caches
der Serie zuzuordnen sind. Außerdem ist dieser Absatz zu kopieren
und mit in die Beschreibung aufzunehmen. Zusätzlich sollte man wenn
möglich, eine Beschreibung des Ortes liefern, damit man auch etwas
über dieses Gotteshaus erfahren kann. Der Cache ist bitte so zu
verstecken, dass er die Würde des Ortes nicht verletzt.
Gegebenfalls ist er so zu platzieren, dass er über eine
Wegpunktprojektion zu finden ist und die eigentlichen Koordinaten
auf das Gebäude selbst weisen.
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Simultankirche Rödgen

Mit ihrer exponierten Lage ist sie weithin sichtbar. Man erblickt
sie bereits von den Höhenzügen der Kalteiche.
Daher lässt sie die Absicht der Erbauer erkennen:Glaubenssymbol
und landschaftsbeherrschend.
Der Name Rödgen bedeutet Rodung oder gerodeter Platz. Der
Kirchenursprung ging wohl vor 1250 von den Rittern von Wilnsdorf
aus.
Im 13. Jahrhundert wird die, Johannes dem Täufer geweihte Kirche,
zu Rödgen erstmalig erwähnt. Urkundlich ist sie ab dem 04.03.1328
nachweisbar. Die Kirche zu Rödgen wurde 1651 Simultankirche. Die
alte Kirche wurde im Jahre 1778 wegen Baufälligkeit abgebrochen und
an ihrer Stelle wurde in den Jahren 1779 bis 1782 die heutige
evangelische Kirche gebaut, die zunächst noch simultan genutzt
wurde. Wegen vieler Streitigkeiten unter den beiden Konfessionen,
insbesondere wegen der, im Sinne des evangelisch-reformierten
Kirchenbaues, erfolgten Gestaltung des Altarraumes, die dem
katholischen Liturgieverständnis tiefgreifend gegenüber stand,
ordnete die Regierung an, die Katholiken sollten sich eine eigene
Kirche bauen. Daraufhin wurde in den Jahren 1787 bis 1788 westlich
vor dem Turm eine neue Kirche errichtet, so dass der Turm, von
beiden Konfessionen genutzt, sich nunmehr in der Mitte der Kirchen
befand. Die drei Glocken werden ebenfalls simultan genutzt.

Der Konflikt mit dem katholischen Verständnis wurde durch den Bau
eines eigenen Gotteshauses gelöst.
Diese Art der Lösung zeugt von der
Vernunft
und der Kompromissbereitschaft der Menschen damals
und so wird es auch in der heutigen Zeit gehandhabt.