Nicht das Wasser der nahegelegenen Emscher,
sondern der
Zeitgeist spülte das
Haus Mengede endgültig 1968 davon.
Doch die versteckt
liegenden Ruinen geben als Bodendenkmal
noch heute Auskunft über
diesen historischen Ort bei
N 51°34.555
E 007°23.050
Vermutlich in der 2.
Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde der
Adelssitz am Nordrand des Ortes Mengede errichtet, wo die
Emscher in die
Gräftenanlage geleitet wurde.

Während Fundamente und Keller Auskunft über den
Bau
des 13.
Jahrhunderts geben und der Graben rund um die
Hauptinsel
heute noch als Senke wiederzuerkennen ist, sind
der
Gräftenteich und die Vorburg vollständig verschwunden.
Auch wenn
die Mauerreste den Grundriss und teilweise die
Innenaufteilung des Herrensitzes aus dem 16. Jahrhundert
erkennen
lassen, ist schon ein bisschen Phantasie nötig, um
sich hier
lebhaftes Treiben vorstellen zu können. Vielleicht
bringt ja
der cache bei (neu:) N 51°34.547 E 007°23.051
etwas
davon wieder zurück .... in Maßen versteht sich


Dortmund-Mengede ist übrigens ein Stadtteil und
zugleich ein Stadtbezirk im Dortmunder Nordwesten.
Erste
Besiedlungen im Raum Mengede konnten bis in die keltische Zeit von
500 bis 200 v. Chr. archäologisch nachgewiesen werden. Damit gehört
der Ort zu den ältesten besiedelten Regionen im Emscherraum. In den
Heberegistern des Klosters Werden wird Mengede erstmals im Jahre
890 n. Chr. urkundlich erwähnt. Der Stammsitz der Ritter von
Mengede, ursprünglich das heutige Gut Altmengede in
Schwieringhausen, wurde im 13. Jahrhundert das an der Emscher
gelegene und oben beschriebene Haus Mengede. Bekanntester Vertreter
des Adelsgeschlechts war Johann von Mengede, der von 1450 bis 1465
Hochmeister des Deutschen Ordens in Livland war. Der Name Mengede
bedeutet "große Heide" und wird aus dem Althochdeutschen "Mengithi"
abgeleitet.
Bis bald im Wald!