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Oberhafenkantine Hamburg

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Hidden : 6/15/2006
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size: micro (micro)

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Geocache Description:


Historie

Seit den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts gehörten Kantinen und so genannte "Kaffeeklappen" zum einheitlichen Bild des Hamburger Hafens. Hier trafen sich Schauerleute wie Tallymänner (Ladungskontrolleure), Schlickschuber (Ewerführer), Festmacher und Tagelöhner gleichermaßen, um in kurzer Reichweite ihres Arbeitsplatzes eine wärmende und stärkende Mahlzeit zu sich nehmen und den einen oder anderen Klönschnack abhalten zu können.

Die Oberhafenkantine wurde 1925 im Stil des norddeutschen Klinkerexpressionismus errichtet und ist bis dato letzter Zeuge für Gebrauchsarchitekturen im Hamburger Hafen. Bauherr und gleichzeitig Kantinenwirt war seinerzeit Hermann Sparr. Zum Zeitpunkt der Errichtung wurden zeitgleich Millionen von Ziegelsteinen mit Hilfe von Lastkähnen über den Oberhafen zur Baustelle des Chilehauses transportiert. Gerüchten zur Folge sind dabei etliche Klinkersteine für den Bau der Oberhafenkantine abgezweigt worden, um den damaligen Mangel an Baumaterialien auszugleichen. Bis zum Jahre 1997 und ihrem Tod war Anita Haendel die letzte Wirtin der Oberhafenkantine.

Wenige Wochen nach dem Tod von Anita Haendel sperrten die Behörden das Gelände wegen akuter Einsturzgefahr. Aufgrund des absinkenden Fundaments neigte sich das gesamte Gebäude sichtbar und man sprach vom "schrägsten Imbiss" der Stadt. Die Deutsche Bahn erwägte sogar einen Abbau und anschließendem Wiederaufbau an einer anderen Stelle, weil man Brückenerweiterungen plante. Das Projekt scheiterte zum Glück aus Kostengründen. Im Jahre 2000 wurde dann die Oberhafenkantine unter Denkmalschutz gestellt. Nichts änderte sich an der aktuellen Situation bis zum Jahre 2002. Klausmartin Kretschmer, ein umstrittener Immobilienmillionär, der bereits attraktive Objekte wie die "Flora" im Schanzenviertel aufkaufte und gerne prominentes Umfeld sucht, kaufte das Gebäude und verpachtete es an den Elmshorner TV-Smutje Tim Mälzer, dessen Restaurant "Das Weiße Haus" im Museumshafen von Övelgönne eine Klientel bedient, die gerne monatelang auf einen freien Tisch wartet. Nach einer umfangreichen Restaurierung und unter Beibehaltung vorhandener Inneneinrichtungen, wie zum Beispiel der fußkurbelbetriebene Speisenaufzug im Keller der Küche, führt heute die Mutter von Tim, Christa Mälzer, die OHK weiter.

Damals wie heute gibt es hier handgeformte Frikadellen (Mein "Geheimtipp"!), Eintöpfe und klassischer Weise Freitags ein Fischgericht - Convenience Food ist hier ebenso unbekannt, wie Latte Macchiato und homöopathisch anmutende Cuisine. Stattdessen gibt es Filterkaffee und bodenständige Hamburger Hausmannskost.

Hier steht natürlich nicht der Cache selbst im Vordergrund, sondern die historische und reaktivierte Location. Da die Anfahrt für Autofahrer etwas "abenteuerlich" erscheinen kann, gibt es für die Terrainbewertung von mir 2 Sternchen. Viel Spaß bei der Suche. Es empfiehlt sich zumindest kurz den Spoiler anzugucken, da ich, bedingt durch die Location, einen schlechten Empfang hatte.

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**Warning! Spoilers may be included in the descriptions or links.

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