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Castroper Altstadt Multi-Cache

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Die Baumanns: Über 10 Jahre hat er auf dem Buckel,
zeit für neues.
Ab ins Archiv, dank an alle Besucher.

Die Baumanns

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Hidden : 10/9/2005
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:

Im Dezember ist leider die Station Reiterbrunnen nur eingeschränkt zu finden.Siehe hochgeladenens Foto mit den Öffnungszeiten.

Castroper Altstadt

Ein kleiner Rundgang durch die Castroper Altstadt,
 

Castrop, der historisch bedeutendste Stadtteil Castrop-Rauxels, ist urkundlich erstmalig im Jahre 834 nachweisbar. In der Urkunde, als Abschrift aus dem 10./11. Jh. des verlorengegangenen Originals im Codex Vossianus Latinus überliefert und heute in der Universiteitsbibliotheek Leiden aufbewahrt, wird ein Grundstückstausch zwischen dem Münsteraner Bischof und Abt der damaligen Benediktinerabtei Werden Gerfrid und einem Frithuard aus Heisingen rechtlich fixiert. Bischof Gerfrid tauschte damals u.a. Grundbesitz in der villa que dicitur castorp gegen Land in Heisingen, in der Nähe Werdens.
Die villa castorp war sehr wahrscheinlich ein .Gebäudekomplex, der mitten in weide- und agrarwirtschaftlich genutzten Ländereien (lag), ein Gehöft oder eine kleine Anhäufung mehrerer Gehöfte. Der erste Bestandteil des Namens castorp, althochdeutsch chasto, kann wohl als Speicher gedeutet werden. Der zweite Namensbestandteil ist unbestreitbar -torp oder -trop und bedeutet Dorf. Folglich wäre Speicherdorf eine plausible Erklärung des Namens Castrop.

                                                  

Nun zum Cache

Parken bei N 51°33,116 E 7°18,523 kostenlos oder irgendein anderer Parkplatz in Castrop, die Cachereihenfolge ist egal und kann nach belieben abgearbeitet werden.Wir schlagen aber vor, die Tour der Reihe nach abzuarbeiten. Besondere Kenntnisse sind eigentlich nicht erforderlich,
der obligatorische Taschenrechner und Kenntnisse römischer Zahlen sind Pflicht. Im Dezember könnte eine Taschenlampe helfen.
Da wir uns in Innenstadtlage befinden ist der GPS-Empfang nicht immer gut, die Stationen sollten aber alle zu finden sein.
Es sind ca. 2,5 km Fußweg zu bestehen, als Zeitaufwand ist mit ca. 1,5 Stunden zu rechnen, das Final liegt im Wald .

 

Station 1 Taubenvatta (Künstler Franz-Josef Kampmann)

N 51°33,143  E 7°18,585

Das Denkmal zeigt einen "Taubenvatta" bei seiner Passion - es ist insgesamt zweiteilig gestaltet und stellt eine Verbindung mit dem angrenzenden Eckhaus her: Im Giebel befindet sich nämlich ein Taubenschlag mit einer Taube; das Gesamtobjekt ist aus Bronze gefertigt. Unmittelbar neben dem "Taubenvatta-Denkmal" ist bei Ausschachtungsarbeiten für die Neugestaltung der Oberen Münsterstraße ein historischer Brunnen wiederentdeckt worden. Symbolisch ist an dieser Stelle ein Springbrunnen im gleichen Durchmesser geschaffen worden, verbunden mit einem kaskadenähnlichen freien Wasserlauf.

Westlich von Euch findet Ihr den Eingang zu dem jüdischen Friedhof.
Er ist der älteste noch erhaltene Friedhof Castrop-Rauxels und der älteste erhaltene jüdische Friedhof im Kreis Recklinghausen. Die Erlaubnis zu seiner Anlage erhielten am 19. 4. _ _ _ _ ( ist gleich Jahreszahl der Gründung des Friedhofs = A) Josef und David Levi, die Söhne von Berend Levi, dem ersten jüdischen Einwohner Castrops, vom Bürgermeister und Rat der Freyheit Castrop. Er diente den jüdischen Einwohnern fast zweihundert Jahre als Begräbnisstätte. Die ältesten noch vorhandenen Grabsteine stammen aus der Mitte des 19. Jhs. Die letzte Beisetzung erfolgte im August 1939. Seit dem 27. 7. 1942 lebten keine jüdischen Einwohner mehr in Castrop-Rauxel, nachdem an diesem Tag die letzten Castrop-Rauxeler Juden nach Dortmund deportiert worden waren und von dort in die Ghettos und Konzentrationslager Ostmitteleuropas gebracht wurden.

Der Friedhof überstand glücklicherweise die NS-Zeit und ist heute - wenn auch nicht mehr ganz in seiner ursprünglichen Gestalt - . eine Stätte der Erinnerung an die etwa 250jährige Geschichte der Juden in Castrop-Rauxel.

Auf zur nächsten Station,
einen kurzen Zwischenhalt sollte man bei der Kronen-Apotheke machen

N 51°32,989  E 7°18,621

Im Eingang kann man ein Mosaik bestaunen und im Schaufenster sind immer Bilder aus dem historischen Castrop zu finden.

Station 2 Lambertusplatz (Brunnen von Bildhauer Jan Bormann)

N 51°32,910  E 7°18,629

Ihr steht nun auf dem Lambertusplatz, das Straßenpfläster wurde in den 80er Jahren neu gestaltet. Es soll an die Bergbauvergangenheit Castrops erinnern.
Der Bildhauer Jan Bormann gestaltete den Brunnen. Wie viele Granitwürfel laden zum verweilen ein ?

_ = B

Da in der Weihnachtszeit und zur Kirmes das Zählen schwer fallen kann, ein kleiner Tipp: B läßt sich durch 3 teilen.

Station 3 Simon-Cohen-Platz

N 51°32,916  E 7°18,560

Von der 2. Hälfte des 18. Jhs. an gab es im Hause des Joseph Levi in der späteren Münsterstr. - im Kataster des Jahres 1826 das Haus Nr. 9 - einen Betraum. Joseph Levi war damals Vorsteher der Judenschaft in Castrop. 1844 kaufte die Gemeinde - Vorsteher war damals Raphael Louis - ein Grundstück am heutigen Simon-Cohen-Platz, um dort eine Synagoge - äußerlich ein Fachwerkhaus - zu errichten. Die Synagoge wurde Mitte Aug. _ _ _ _ = C eingeweiht; zu der Feier, die vom 15. bis zum 17. Aug. stattfand, waren auch die nichtjüdischen Einwohner von Castrop geladen. Damals gab es etwa 75 Juden in Castrop und Mengede.

Nachdem die Synagoge in der Pogromnacht in Brand gesetzt worden und vollständig ausgebrannt war, kaufte die Stadt Castrop im April 1939 das Grundstück nach
Verhandlungen mit dem langjährigen Vorsteher Julius Meyer für 3 500 Mark; abgezogen von der Kaufsumme wurden noch die Abrisskosten. Weil Julius Meyer bereits im April 1939 in die Niederlande emigrierte, unterzeichnete dann der Lehrer und Prediger Abraham Jaffé zusammen mit zwei jüdischen Kaufleuten den Vertrag. Aufgrund der Wiedergutmachungsgesetzgebung der BRD musste die Stadt Castrop-Rauxel das Synagogengrundstück 1952 nochmals erwerben.

Station 4 Lambertuskirche 

 

N 51° 32,917  E 7°18,670 

In der Mitte des 13. Jhs. ließen die Grafen von Kleve als neue Herren von Hof und Gericht Castrop die spätromanische Lambertuskirche errichten. Beim Neubau wurde der Turm der frühmittelalterlichen Kirche erhalten. Erst 1889/90 brach man diesen Turm und das südliche Seitenschiff der alten Kirche ab und fügte die übrige Kirche in die heutige, damals neu erbaute Kirche St. Lambertus ein. Die Lambertuskirche birgt zwei Kostbarkeiten, die nicht unerwähnt bleiben sollen: ?Ein spätgotisches Sakramentshäuschen, freistehend, mit reichem Fialenaufbau, bez. 1516, Bernd Bunikmann aus Münster zugeschrieben und eine große, vierstrebige Monstranz mit sechspaßförmigem Fuß, Silber, vergoldet. Im Strebewerk Engel mit Leidenswerkzeugen und Bischofsfiguren.

An dem angebenen Koordinaten ist ein Grabstein zu finden.
Uns interessiert aber die Differenz der beiden Jahreszahlen auf der Rückseite der Kirche:
arabische Zahl - römische Zahl = _ _ _ = D (Quersumme = 11)

Station 5 Haus Disch (heute Martins)

N 51°32,887  E 7°18,650

Als letztes Haus des Marktbereiches sei hier auf Haus Greve / Disch, Lambertusplatz 3/ Am Markt 3, besonders hingewiesen. Als wohl letzter Rest der alten, im Urkataster von Anfang des 19. Jahrhunderts dokumentierten Bebauung um die Lambertus-Kirche ist das zweigeschossige, giebelständige Fachwerkhaus durchaus bedeutend für die Geschichte der Stadt Castrop-Rauxel.

Das _ _ _ _ = E erbaute Haus gehört zu einer Gruppe von zwischenzeitlich abgebrochenen Bauten, die als reine Wohn- und Geschäftshäuser das bis dahin in Castrop weithin übliche Ackerbürgerhausablösten. Erbauer des Hauses war der Kaufmann und Steuereinnehmer Franz Karl Greve, der in ihm einen Kolonial- und Gemischtwarenhandelsowie eine Gast- und Schankwirtschaft betrieb, in der später die 1898 gegründete Stammtischgesellschaft Castroper Honoratioren, die Gesellschaft zur Tante tagte.
Außerdem war es das Elternhaus Maximilian Greves, des wohl bedeutendsten Bürgermeisters der Stadt Bochum im 19. Jahrhundert.

Station 6 Reiterbrunnen

N 51°32,871  E 7°18,690

Ihr steht auf dem Marktplatz vor dem in Westdeutschland einzigartigen Castroper Reiterbrunnen Aus einer Brunnenschale hoch aufragender Monolith (Tuffstein), bekrönt von einer vollplastischen Darstellung eines Rennpferdes mit Jockey. Südseite oben mit Wappen Castrop-Rauxels, unten Widmungsplatte:
Errichtet durch den Verschönerungsverein Castrop _ _ _ _ = F
Westliche und östliche Seitenflächen des Steinblocks gegliedert durch vertikale Bänder. Entwurf: Prof. Grassegger, Köln. Zur Erinnerung an die Castroper Rennen, die von (1875) - 1970 auf der Naturhindernisbahn (bei Haus Goldschmieding) stattfanden. Einzigartiges dem Pferderennsport gewidmetes Monument in städtebaulich wirksamer Lage an der Nordseite des Marktplatzes.

Falls ihr im Dezember den Reiterbrunnen nicht sehen könnt, dann geht in das Zelt, eine Taschenlampe könnte dann von Vorteil sein.

Außerdem ist das Haus Am Markt 24/25, bekannt als das ehemalige Schuhgeschäft Cohen bzw. Cafè Vogelsang, besonders hervorzuheben. (Heute Citybank und Juwelier Zimmer) Es hat eine prächtige Sandsteinfassade, die im oberen Drittel mit verschiedenen Ornamenten verziert ist. In gleicher Höhe der Ornamente sind in den Rundungen jeweils drei Köpfe aus dem Sandstein herausgearbeitet, die die drei biblischen Könige Saul, David und Salomo darstellen sollen.

 

Station 7 Reichshof Castrop

N 51°32,815  E 7°18,630

Auf dem Weg zum Reichshof befindet sich Unweit des Marktbereiches ein Gebäude, das seine Wurzeln im dunkelsten Kapitel der Geschichte Castrops hat: das ehemalige Heim für die Staatsjugend, Leonhardstraße 2 (heute immer noch Jugendheim). Nach anfänglich relativ geringem Zulauf gelang es den Nationalsozialisten nach der Machtübertragung vom 30.1.1933 auch in Castrop-Rauxel ihr Unrechtsregime zu installieren.
Das Gebäude, das am 27. 2. 1938 vom Reichsjugendführer Baldur von Schirach persönlich eingeweiht wurde, beherbergt heute ein multikulturelles Jugendzentrum.
Seine unrühmliche Vergangenheit sieht man ihm auf den ersten Blick nicht mehr an. Dennoch ist die frühe Geschichte des Hauses geeignet, an ihr exemplarisch
deutlich zu machen, wie weitreichend der Einfluß des Nationalsozialismus auf die damalige Jugend war.
Gleichzeitig kann mit Erschrecken nachvollzogen werden, wie die Faszination des Nationalsozialismus systematisch erzeugt wurde, der letztlich fast ein ganzes Volk erlag.

Am Zielpunkt angekommen findet Ihr einen Stein, der an den ehemaligen Reichhof erinnert. Wann wurde er vom Verschönerungsverein aufgestellt.

 _ _ _ _ = G

Wenn Ihr Richtung Norden schaut, findet Ihr das Bürgerhaus. Hier gibt es wechselnde Kunstaustellungen.

 

Station 8 Marktfrau (Künstlerin Johanna Erning, 1991)

N 51°32,891  E 7°18,746

Für die Stadt Castrop wurde 1991 von der Künstlerin Johanne Erning eine Marktfrau angefertigt.
Diesmal gibt es nicht viel zu lesen, genießt die Kunst und findet heraus, aus wie vielen Segmenten
der Kürbis besteht.

 _ = H

 

Nun habt ihr es geschafft, gönnt Euch ein Eis oder Kaffee im naheliegenden Eiskaffee und löst dabei die Aufgabe für den Final:

FINAL (denkt daran, punkt vor Strichrechnung)

A = _ _ _ _ B = _ C = _ _ _ _ D = _ _ _
E = _ _ _ _ F = _ _ _ _ G = _ _ _ _ H = _

 

Nord:     (C-A)/2°     (D-B+H)/20     ,     E/2+G-E-B

Ost:         B-(F-G)°     B*2+1            ,     0(G-C-B)

 

Wir wünschen viel Spaß mit unserem ersten Multicache.
 

Reinhild & Guido


 

Additional Hints (Decrypt)

[Reiterbrunnen] Retroavf qre aäpufgra Fgngvba zvahf mjrv) [Final] Na rvarz Onhz hagre Äfgra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)