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Tafari: Archivierung mangels entsprechender Reaktion des Owners.

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marie valérie

A cache by cyberswan Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 04/08/2006
Difficulty:
5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

über den dächern von gmunden / above the roofs of gmunden




deutsch - english

erzherzogin marie valérie
- lieblingstochter der kaiserin elisabeth -
(1868-1924)

marie valérie mathilde amalie wurde am 22. april 1868 als dritte tochter des kaisers franz joseph (1830-1916) und seiner gemahlin elisabeth (1837-1898), geb. herzogin in bayern, geboren. um Ihre besondere verbundenheit zum ungarischen land zum ausdruck zu bringen, bestand die kaiserin darauf, ihr viertes kind im königlichen palast zu ofen zur welt zu bringen. ebenso war es der wunsch elisabeths, dass dieses kleine mädchen der liebling der ungarn werden sollte. tatsächlich erhielt Valérie den beinamen "das ungarische kind".
der kaiser schrieb seinen älteren kindern gisela und rudolf:
Sie ist recht hübsch, hat große, dunkelblaue augen, eine noch etwas zu dicke nase, sehr kleinen mund, ungeheuer dicke backen und so dichte dunkle haare, dass man sie jetzt schon frisieren könnte.

Valérie war von ihrer geburt an der absolute liebling Ihrer mutter. nachdem der kaiserin die beiden älteren kinder von der schwiegermutter sophie entzogen wurden, sollte das jüngste kind nun in der obhut der mutter aufwachsen. wenn sich bei valérie die geringste unpässlichkeit einstellte, so war die kaiserin ausser sich vor sorge. sophie schrieb an Ihre schwester ludovica, elisabeths mutter: sisi ist in liebe und sorge zu diesem unwiderstehlichen kleinen engel ganz versunken. bald nannte man valérie am wiener hof "die einzige".

die erzherzogin war schon früh für das schöne, gute und wahre zu begeistern. Sie liebte das zeichnen, war sogar eine begabte blumenmalerin. Valérie war auch dem theater sehr zugetan. Sie schrieb selbst einakter und dramatische gelegenheitsspiele, die im familienkreis in wien oder gödöllö aufgeführt wurden. zeitlebens war sie eine große förderin und gönnerin des wiener burgtheaters und besuchte so oft es ging dessen vorstellungen. desweiteren versuchte sie sich -wohl ihrer mutter nacheifernd- als dichterin. valérie verfasste kleinere lyrische gedichte, die sogar in gedruckter form erschienen, heute jedoch unauffindbar sind.

als Valérie zwanzig jahre alt war, hatte sie sich zu einer gebildeten, vielgereisten und aufgeschlossenen jungen dame entwickelt, der es an verehrern nicht mangelte. doch valérie hatte nur einen im sinn: erzherzog franz salvator, den Sie 1886 näher kennengelent hatte. bis zur hochzeit vergingen jedoch noch über fünf jahre, da sich valérie lange zeit nicht darüber im klaren war, ob die gegenseitige zuneigung für eine ehe ausreichen würde.

am 16.juni 1890 fand die feierliche renunziation, die verzichtserklärung auf die thronrechte, valéries in der hermesvilla statt. die hochzeit selbst wurde am 31. juli 1890 in der pfarrkirche zu bad ischl gefeiert. die trauung vollzog der linzer bischof franz maria doppelbauer in zusammenarbeit mit dem wiener burpfarrer laurenz mayer. die anschließende hochzeitsreise führte das junge paar nach meran, trafori, lugano, andermatt, interlaken und schließlich nach bayern.

insgesamt scheint die ehe in harmonischen bahnen verlaufen zu sein. jedoch sollte man bedenken, dass erzherzogin marie valérie stets Ihren kummer für sich behielt und höchstens mit Ihrem tagebuch teilte.
sicherlich war es nicht leicht für valérie sich damit abfinden zu müssen, dass sich Ihr ehemann mit der zeit auch anderen frauen zuwendete. des erzherzogs sohn franz aus der verbindung mit stéphanie hohenlohe wurde sogar anerkannt. oft war Sie alleine mit kindern und bediensteten zuerst auf schloss lichtenegg, ab september 1897 auf dem prachtvolleren schloss wallsee anzutreffen.

marie Valérie schenkte insgesamt zehn kindern, sechs mädchen und vier jungen, das leben. die älteste tochter, erzherzogin elisabeth franziska (genannt ella) wurde 1892 geboren. es folgten franz carl salvator (1893-1918), hubert salvator (1894-1971), hedwig (1896-1970), theodor salvator (1899-1978), gertrud (1900-1962), maria (1901-1936), clemens salvator (1904-1974) und mathilde (1906-1991). bei der geburt der letzten tochter agnes am 26. juni 1911 war auch das leben der mutter in gefahr. während valérie gerettet werden konnte, starb agnes nur wenige minuten alt.

die ermordung Ihrer geliebten mutter kaiserin elisabeth Im september 1898 traf Sie hart. selbst von trauer geschüttelt, eilte sie sofort zu Ihrem vater nach wien, dem Sie stütze sein wollte. zum ersten mal in Ihrem leben sah Sie Ihren vater fassungslos.
ich musste mich an gisela halten, und fast zum ersten male brach ich in lautes schluchzen aus... schluchzend lag ich in irma sztárays armen, die sie zuletzt umfangen... oh mutter, wüsstest du es in diesem augenblick, dass dein kind dich liebt mit einer liebe, wie ich sie wohl früher nie gefühlt. (tagebuch)

mit zwei der hofdamen der kaiserin machte sich die erzherzogin an die schwere aufgabe, den nachlass Ihrer mutter durchzusehen. ebenso versuchte sie, einige persönliche gegenstände Ihrer mutter gerecht aufzuteilen und an freunde und verwandte zu schicken. in dieser zeit hatte Sie auch die idee, eine biographie über Ihre mutter zu schreiben. dabei sollten ihre eigenen empfindungen und erlebnisse miteinfließen. dieses vorhaben wurde leider nie verwirklicht.

Valérie stellte ihren hohen rang nie in der öffentlichkeit zur schau. Sie übernahm das ehrenprotektorat über das rote kreuz und war protektorin von sieben weiteren wohltätigkeitsvereinen. Valérie beteiligte sich an kirchenstiftungen, z.b. finanzierte sie die herz jesu kirche in amstetten oder das sacre coeur in preßbaum. sie half notleidenden, wann immer sie konnte. oft ging sie mit einem henkelkorb, der mit lebensmitteln gefüllt war, in die umliegenden dörfer und versorgte die armen. im ersten weltkrieg richtete die erzherzogin ein lazarett im wallseer vorschloss ein und half, die verwundeten zu versorgen. später gründete sie das "marie valérie armenhospital und altersheim".

nach dem ende der habsburgermonarchie entschloss sich marie valérie in österreich zu bleiben. sie wollte Ihrer heimat treu bleiben und nicht wie viele verwandte in europa umherirren. sie erkannte das habsburger gesetz von 1919 an und unterzeichnete die verzichtserklärung. aufgrund dessen, konnte sie auch Ihr beträchtliches vermögen und ihre besitzungen behalten.

dem "engel von wallsee" war jedoch kein langes leben beschieden. 1924 wurde bei der erst 56jährigen erzherzogin lymphdrüsenkrebs diagnostiziert. es gab keine rettung für Sie.

ihre schwester gisela schrieb im september 1924: ich muss noch anfügen, dass ich Valérie am 11. august bei vollem bewusstsein antraf, ganz klar über Ihren zustand und so fromm ergeben, ja freudig Ihrem ende entgegensehend, dass eine unerwartete genesung sie, glaube ich, enttäuscht hätte.
erzherzogin marie valérie starb am 06. september 1924 im kreise Ihrer familie auf schloss wallsee.

Sie wurde in einer gruft hinter dem hauptaltar der pfarrkirche sindelburg beigesetzt. bei ihrem begräbnis folgten 40.000 menschen ihrem sarg.

ihre nächstenliebe, hochstehend durch die gaben eines reichen geistes und eines tiefen gemüts, war in der Vor - u. nachkriegszeit vielen menschen ein glänzendes beispiel.

höher und höher mit jeglichem schritt
reißt dich der berggeist mächtiger mit.
hinter dir lastende schwere und pein,
frei wie die lüfte sollst oben du Sein!

düfte, die hoch mit den wolken gehn,
fühlst du berauschend entgegen dir wehn.
grüßend und singend, hinflutend so hell,
ladet der wildbach empor dich zum quell.

höher und höher, wie siegesbewußt,
dehnt sich dir weiter und froher die brust.
tief dir zu füßen die lande, die au'n,
wälder und strömende wasser zu schau'n.

öffne dein herz! ist's enge und klein,
kann's nicht genosse der höhen sein.
bist du den einsamen bergen gesellt,
wirf sie hinunter, die schwächen der welt!

marie valerie,
geschrieben auf wildenstein 1880.

eine der edelsten frauen unserer zeit ist mit ihr ins grab gesunken, eine frau gleich hochstehend durch die gaben eines reichen geistes und eines tiefen gemüts wie durch ihre echte, werktätige religiosität und Ihre stets opferwillige menschenliebe.
dr. franz schnürer zum tode marie valéries

wie der cache zu seinem namen kommt erfährst du bei den header koordinaten. dort findest du vielleicht auch einen hinweis wie du zu den endkoordinaten kommen könntest.



english - deutsch

archduchess marie valérie
-favourite daughter of empress elisabeth-
(1868-1924)

marie valérie mathilde amalie was born on 22 april 1868, 3rd daughter of emperor franz joseph (1830-1916) and his spouse elisabeth (1837-1898), née duchess of bavaria. wanting to express her solidarity with hungary, the empress insisted on giving birth to her fourth child In the royal palace of ofen. the empress also wished for this little girl to be the darling of the hungarians. in fact, Valérie got the byname "the hungarian child". the emperor wrote to his eldest children gisela and rudolf:

She is pretty cute, has big, dark blue eyes, a nose, which is still a bit too big, a very small mouth, extremely fat cheeks and hair so thick that we could comb it already.

from the very beginning Valerie was her mother's most favourite child. after her mother In law, sophie, had taken away her two eldest children, the youngest child should now be brought up by the mother herself. if valérie only showed the slightest indisposition, her mother was worried to death. sophie wrote to her sister, ludovica, elisabeth's mother: sisi is lost In love and worry for this irresistible little angel. soon, valérie was called "the only one" throughout the viennese court.

the archduchess developed an early enthusiasm for the fine arts. She loved drawing, she even was a gifted flower paintress. Valérie was also attached to the theatre. She wrote some one-act plays, which were staged for the family in vienna and gödöllö. throughout her life she was a patroness and benefactress of the viennese burgtheater and visited its performances as often as possible. she also tried to write poems, probably trying to follow her mother. valérie composed some lyric poems, which were even published in print, but which are untraceable today.

when Valérie turned twenty, she had grown into a well educated, widely travelled and open-minded young lady with plenty of admirers. but she had only one of them in mind: archduke franz salvator, who She got to know in 1886. as valérie was not sure, if the mutual affection would suffice for a marriage, five years passed until they finally got married.

on 16 june 1890 valérie's ceremony of renunciation took place In the hermesvilla. the wedding itself was celebrated on 31 july 1890 In the parish church of bad ischl. the marriage ceremony was performed by the bishop of linz, franz maria doppelbauer and the viennese priest laurenz mayer. during their honeymoon the young couple visited meran, trafori, lugano, andermatt, interlaken and finally bavaria.

all in all the marriage seems to have been harmonious. but one should take into account that the archduchess marie valérie usually kept her sorrow to herself, at the most she wrote it down In her diary.

it was certainly not easy for valérie to accept that with the time passing her husband also turned to other women. the archduke's son franz, born to stephanie hohenlohe, was even officially accepted. She was often left alone with her children and her staff, first at castle lichtenegg, then as from september 1897 at the more splendid castle wallsee.

in total, marie Valérie gave birth to 10 children, six girls and four boys. the eldest daughter, archduchess elisabeth franziska (called ella) was born In 1892. franz carl salvator (1893-1918), hubert salvator (1894-1971), hedwig (1896-1970), theodor salvator (1899-1978), gertrud (1900-1962), maria (1901-1936), clemens salvator (1904-1974) and mathilde (1906-1991) followed.

the mother's life was In danger when she gave birth to her last daughter agnes on 26 june 1911. whereas valérie could be saved, agnes died only a few minutes old.

She was severely hurt by the assassination of her beloved mother, empress elisabeth, in september 1898. herself deeply In grief, She immediately hastened to her father in vienna, who she wanted to support. for the first time In her life She saw her father aghast.

i had to hang on to gisela and almost for the first time i burst into loud sobbing… sobbing i lay In irma sztárays arms, who had held her for the last time… oh mother, if only you knew In this very instant, that your child loves you with a love I have probably never felt before. (diary)

with two court ladies of the empress the archduchess went about the difficult task to go through her mother's inheritance. she also tried to justly divide some personal belongings of her mother and send them to friends and relatives. during this time She also had the idea to write a biography about her mother. she wanted to incorporate her own feelings and experiences. unfortunately this plan has never been realised.

In public, Valérie never exhibited her high rank. She took over the protectorate of honour for the red cross and was the protectress of another seven charitable societies. Valérie participated in church foundations, e.g. she financed the herz jesu church in amstetten or the sacre coeur In pressbaum. she helped the needy, whenever she could. often she went to the surrounding villages with a basket full of food and provided for the poor. during world war one she installed a military hospital In the castle of wallsee and helped looking after the wounded. later She founded the "marie Valérie hospital for the poor and home for the aged".

after the end of the habsburg monarchy she decided to stay In austria. she wanted to stay loyal to her country and not like many other relatives stray europe. she acknowledged the habsburg law of 1919 and signed the waiver. therefore she could keep her respectable possessions as well as her properties.

but the "angel of wallsee" shouldn't have a long life. In 1924 the only 56 years old archduchess was diagnosed with lymph gland cancer. there was no cure for her.

her sister gisela wrote In september 1924: i have to add that i met valérie fully conscious, absolutely aware of her state and piously surrendered, even joyfully looking forward to her end, that i believe that an unexpected recovery would have disappointed her.

archduchess marie valérie died on 06 september 1924 being with her family at castle wallsee.

She was entombed in a burial Vault behind the main altar of the parish church in sindelburg. 40.000 people followed her coffin at her funeral.

her charity, high due to the gifted and deep mind, was a magnificent example to many people in austria during the pre- and postwar times.

She wrote the following poem at wildenstein In 1880:

höher und höher mit jeglichem schritt
reißt dich der berggeist mächtiger mit.
hinter dir lastende schwere und pein,
frei wie die lüfte sollst oben du sein!

düfte, die hoch mit den wolken gehn,
fühlst du berauschend entgegen dir wehn.
grüßend und singend, hinflutend so hell,
ladet der wildbach empor dich zum quell.

höher und höher, wie siegesbewußt,
dehnt sich dir weiter und froher die brust.
tief dir zu füßen die lande, die au'n,
wälder und strömende wasser zu schau'n.

öffne dein herz! ist's enge und klein,
kann's nicht genosse der höhen sein.
bist du den einsamen bergen gesellt,
wirf sie hinunter, die schwächen der welt!

marie valérie


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