Kulturhistorischer Bezug:
Nordöstlich von Berlin,
gut versteckt im Wald zwischen den Ortschaften Werneuchen,
Strausberg und Bad Freienwald, befinden sich auf riesigem
Areal die heute abbruchreifen Reste einer NVA-Kaserne.
Vom nahe gelegenen Harnekop aus deutete nichts auf dieses Objekt
hin, nur Eingeweihte kannten den Weg. Keiner im Dorf wußte, dass es
sich hierbei um eines der bestgehüteten DDR-Staatsgeheimnise
handelt: die Haupt-Führungsstelle des damaligen Ministeriums für
Nationale Verteidigung.
Hierbei handelt es sich um ein Objekt, das einmalig in der Welt
sein dürfte: der Bunker in Harnekop war Prototyp der höchsten
Schutzklasse für alle Staaten des Warschauer Vertrages und der
befreundeten arabischen Länder. Er war vergleichbaren NATO-Objekten
technologisch um zehn Jahre voraus.
Bis heute ist er nach Aussage von Fachleuten das einzige
vergleichbare Objekt seiner Generation auf der ganzen Welt, das als
Relikt des Kalten Krieges öffentlich besichtigt werden kann.
Das 3-etagige Bauwerk wurde zwischen 1971-1976 durch DDR-Betriebe
für das DDR-Verteidigungsministerium erbaut. Im Kriegsfall sollte
es die wichtigste Koordinierungsstelle zwischen NVA und dem
Vereinten Oberkommando der Warschauer Vertragstaaten sein.
Die Erdwärme sorgt heute rund 30 Meter tief im märkischen Sand zu
jeder Jahreszeit für konstante 10-12°C im Inneren des Bunkers. Eine
Heizung gibt es nicht mehr. Unter dem als "Schulungsobjekt"
ausgewiesenen und für Stabsübungen vorgesehenen Gebäude verbirgt
sich der Zugang zum Bauwerk. Genau 95 Stufen führen in die Tiefe.
Mehrere
bis zu 2,5 t
schwere, alarmgesicherte druck- & gasdichte Türen machen
den Weg durch bis zu drei Meter dicke Außenwände frei. Hier
befinden sich die Kommando- und Arbeitsbereiche für das
operative Personal, Lagekarten, Sitzungszimmer Schaltzentralen
und die Arbeitsräume für den Minister. Beim Weg durch die
Räume im Bauwerk federt der Boden bei fast jedem Schritt: alle
Fußböden in den Arbeitsräumen sind zur Schwingungskompensation
auf großen Stahlfedern gelagert. Selbst die hängende
Tiefkühlzelle würde nach schweren Detonationen noch arbeiten
können.
Die Kampfbesatzung (ca. 450 Personen) hätte - vollständig ohne
Versorgung von außen - hier knapp einen Monat leben und arbeiten
können. Ihre Aufgabe: Beteiligung an der Organisation des
Gegenschlags.
Quelle:
www.bunker-harnekop.de
Wer die Cachesuche mit einem Besuch dieser interessanten
Militäranlage verbinden möchte, sollte sich zuvor
unbedingt! auf
dieser und
dieser Internetseite
über Öffnungszeiten, Eintrittspreise, usw. informieren.
Neben weiteren Einrichtungen befindet sich auf dem hier
vorgestellten Gelände ein sog. NVA-Museum, welches u. a. die
verschiedensten Geräte der Nachrichten- und Überwachungstechnik
zeigt, die auch vom Geheimdienst der DDR (MfS, Stasi) zum Einsatz
gebracht wurden. Wer (auch) diese Ausstellung besuchen möchte,
sollte sich zuvor unbedingt! auf dieser Internetseite die
dafür benötigten Informationen einholen. Der erforderliche
Zeitaufwand für den Besuch des Atombunkers und des NVA-Museums
dürfte, je nach Teilnehmerzahl und Interesse, bei ca. bei 2-3
Stunden liegen.
Die Aufgabe:
Begib dich zur o.a.
Koordinate, dort findest du den kleinen Cachebehälter an markanter
Stelle. Für die Cachesuche selbst ist ein Besuch der ehemaligen
Militäranlage nicht erforderlich.
Viel Vergnügen
wünscht
Hans
Richardt