WEILACH
Dieser kleine Multi-Cache führt euch zu einem
„Kinderwagenklassiker“ des nördlichen Pfälzerwaldes.
Viele Kinder aus unserer Region haben mindestens einmal diesen Weg
zurückgelegt, der etwa 2 km lang ist. Dieser Ausflug kann auch
ideal mit weiteren interessanten Zielen in dieser
abwechslungsreichen Landschaft kombiniert werden.
Geschichte:
Es handelt sich um die Ruine des Weilacher Hofs, eines alten
leiningischen Hofgutes, erstmals 1381 urkundlich erwähnt. Der Namen
kommt von der Flur Widenlache, wobei Lache eine Bodeneintiefung mit
nassem, sumpfigen Boden und wide mittelhochdeutsch für Weide ist.
Die Weide war auf solchen Böden ein beliebter Baum, weil sich aus
den Zweigen Flechtwaren herstellen ließen. Im Laufe der
Jahrhunderte wurde daraus Weilach.
1781 wird der Hof, der für die Jagd errichtet worden sein könnte
und eher bescheidene Ausmaße hatte, ausführlich beschrieben:
"...ein Wohnhaus für den Hofmann, bestehend im unteren Stock aus 2
Stuben, Kammer und Küche. Im oberen Stock 2 kleine Kammern, 2
kleine Stuben, darüber der Speicher. Neben dem Wohnhaus war ein
Kelterhaus, daneben ein kleiner Balken-Keller. Gegenüber dem
Wohnhaus stand ein Hirtenhaus, aus einer Stube und Küche bestehend.
Ferner waren vorhanden 4 Ställe für zweimal 16, einmal 8 Stück
Rindvieh, 4 Schweineställe und ein Hühnerstall. Außerdem eine
Scheuer, so 200 Haufen Frucht fassend. " Der Hof fiel im 18.
Jahrhundert einer Brandstiftung zum Opfer und ist seitdem Ruine.
Ein "altehrwürdiger Bürger aus Ungstein, der nicht den Ehrgeiz hat
seinen Namen gedruckt zu sehen" berichtete 1911 dem Pfarrer Emil
Müller, Herausgeber der Leininger Geschichtsblätter, dass der Hof
in den 1790er Jahren von ruchloser Hand angezündet worden sei. Über
die weiteren Hintergründe berichtet ein sagenhaftes Lied, das bei
älteren Bürgern von Leistadt noch 1935 bekannt war. Demnach konnte
die Tat aufgeklärt werden, weil eine Tochter des Hofbesitzers, die
sich in eine Hundehütte versteckte hatte, einen Schmied aus dem
Nachbardorf als Mittäter erkannt hatte.
Der Hof wurde nicht mehr aufgebaut. Ein Teil der Ackerfläche im
hinteren Talbereich wurde bis 1945 vom Förster auf dem Forsthaus
Weilach bewirtschaftet. Heute grasen hier manchmal Pferde und Kühe.
Der ehemalige Brunnen im westlichen Hofteil dient heute dem
Pfälzerwaldverein-Haus zur Versorgung mit Wasser.
Der Weg zum Cache:
Parken könnt ihr in der Nähe des Forsthauses Weilach an der K3. Die
oben angegebenen Koordinaten führen euch zur Station 1. Da mehr als
ein Weg dorthin führt, ist es euch überlassen, welchen ihr
nehmt.
Station 1:
N 49°28.493
E 08° 08.645
Dort müsst ihr euch nach einem kleinen Schild mit einer Höhenangabe
umsehen.
Höhe des Ortes in Meter = A
Am selben Pfosten findet ihr Entfernungsangaben:
Entfernung nach Grünstadt 17,B
Entfernung nach Dürkheim C,D
Jetzt könnt ihr die Koordinaten für das Cacheversteck
berechnen:
N 49° 28.(A*2)+10
E 08° 08.BC(C+D)
Bei Schnee und Minusgraden ist das Final nicht auffindbar.
Für den Rückweg bietet sich die nördliche Talseite an, mit einer
Einkehrmöglichkeit, der Pfälzerwaldvereinshütte (nur Sa/So und
Feiertag von 10-18 Uhr geöffnet, aber einen tollen
Spielplatz).
Viel Spaß bei der Suche.