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LPC-3 Fürth Traditional Cache

This cache has been archived.

nightjar: Leider auch am neuen Standort gemuggelt.

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Hidden : 6/16/2006
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:


„Das Ende der Startbahn”

Dieser Lost-Place erfordert von Dir Einiges an Fantasie. Denn von den ursprünglichen Flugplatzanlagen ist absolut nichts mehr vorhanden.

Aber erst einmal ein kleiner geschichtlicher Ausflug.
Die heutige Trabantenstadt, die gerade ihren U-Bahnanschluß erhält, die Hardhöhe, hat ihren Namen von „Hard”, „Hardt”, „Haard” oder auch „Harth”. Unter dieser Bezeichnung des Flurnamens versteht man eine „bewaldete Höhe”. Im hohen Mittelalter gehörte die „Hart” als Gemeindewald zum Fürther Königshof (1007 gegründet). Etwa vierhundert Jahre später erfolgte die erste urkundliche Erwähnung in einem Brief des Bamberger Domprobstes. Im Jahr 1725 wurden die letzten 150 Hektar abgeholzt, danach verkam die Fläche zum Ödland. Die „Hardhöhe” wurde aber auch miltärisch genutzt. So lagerte hier sogar zweimal das Heer des Schwedenkönigs Gustav Adolf .
An der höchsten Stelle der Hardhöhe (heute: Bereich der Hauptschule Soldnerstraße) wurde 1907 mit dem Bau einer „Bismarcksäule” begonnen. Dieser klobige Turm war 17,5 m hoch, seine unteren Sockelsteine bestanden aus Muschelkalk, die oberen Sandsteinblöcke stammten vom „Katzenstein” aus dem Fürther Stadtwald. <„Das Wildschweinalphabet” und „die vier Steine ...” führen dort vorbei.> Nach dem Ersten Weltkrieg verfiel die mit 43 Eichen verschönerte Anlage und erst 1927 änderte sich der Zustand. 1933 stellte man auf dem heutigen Gelände der Heilig-Geist Kirche einen Musikpavillon auf. Am 30. Mai 1938 wurde der Turm auf Veranlassung des NS-Regimes abgerissen, da das gesamte Gelände als Werksflugplatz gebraucht wurde.
Bereits 1916 begann die Industrialisierung des südlichen Bereiches durch ein Zweigwerk der thüringischen Waggon- und Flugzeugfabrik aus Gotha. Von 1938 bis zur Kapitulation nach der NS-Zeit befand sich die Rüstungsfabrik „Bachmann, von Blumenthal & Co, Flugzeugbau” auf der Hardhöhe. Ab 1940 kooperierte diese Firma mit Messerschmidt, der Fürther Betrieb war damit für die Reparatur der Me 110 verantwortlich. Am 25.02.1944 erfolgte durch amerikanische Bomber (B-24-Liberator) ein Luftangriff aus 6000 Meter Höhe. Etwa 8000 Bomben wurden abgeworfen und zerstörten etwa 30 Prozent der Werksanlagen, es wurden aber auch 139 Todesopfer gezählt. Ab 1945 nutzten und erweiterten amerikanische Streitkräfte die Fläche als Militärflughafen.
Am 2.01.1950 landete um 15:25 Uhr eine DC-3 der Fluggesellschaft KLM und läutete damit die zivile Nutzung des Flughafens ein. So kostete ein Flugticket von Fürth nach Düsseldorf 95 Mark. Aber auch internationale Ziele wurden angeflogen: Paris, Amsterdam, Brüssel. Am 6.04.1955 endete mit dem Start einer skandinavischen Chartermaschine die Fürther Fluggeschichte. Bereits im Mai 1955 wurden die ersten Betonplatten der Rollbahn gesprengt. Danach entstand, die am Reißbrett geplante, Bebauung, wie wir sie heute kennen.


Etwa bei den Koordinaten N 49° 28,844 / E 10° 57,706 dürfte sich das „Vorfeld” befunden haben, südlich davon schlossen sich Abfertigungsgebäude und Flughallen an. Heute stehen hier Wohnblocks und Firmengelände. Das Verwaltungsgebäude mit dem Tower stand im Bereich der Einmündung der heutigen Breslauerstraße in die Würzburger Straße (N49° 29,014 / E 10° 57,782).



Der Cache selbst liegt etwa dort, wo ursprünglich die Startbahn endete.
Die Tarnung wirst Du gleich erkennen, sie ist groß genug.

Additional Hints (No hints available.)