„Das Ende der
Startbahn”
Dieser Lost-Place erfordert von Dir Einiges
an Fantasie. Denn von den ursprünglichen Flugplatzanlagen ist
absolut nichts mehr vorhanden.
Aber erst einmal ein kleiner geschichtlicher Ausflug.
Die heutige Trabantenstadt, die gerade ihren U-Bahnanschluß
erhält, die Hardhöhe, hat ihren Namen von „Hard”, „Hardt”, „Haard”
oder auch „Harth”. Unter dieser Bezeichnung des Flurnamens versteht
man eine „bewaldete Höhe”. Im hohen Mittelalter gehörte die „Hart”
als Gemeindewald zum Fürther Königshof (1007 gegründet). Etwa
vierhundert Jahre später erfolgte die erste urkundliche Erwähnung
in einem Brief des Bamberger Domprobstes. Im Jahr 1725 wurden die
letzten 150 Hektar abgeholzt, danach verkam die Fläche zum Ödland.
Die „Hardhöhe” wurde aber auch miltärisch genutzt. So lagerte hier
sogar zweimal das Heer des Schwedenkönigs Gustav Adolf .
An der höchsten Stelle der Hardhöhe (heute: Bereich der
Hauptschule Soldnerstraße) wurde 1907 mit dem Bau einer
„Bismarcksäule” begonnen. Dieser klobige Turm war 17,5 m hoch,
seine unteren Sockelsteine bestanden aus Muschelkalk, die oberen
Sandsteinblöcke stammten vom „Katzenstein” aus dem Fürther
Stadtwald. <„Das Wildschweinalphabet” und „die vier Steine ...” führen dort vorbei.>
Nach dem Ersten Weltkrieg verfiel die mit 43 Eichen verschönerte
Anlage und erst 1927 änderte sich der Zustand. 1933 stellte man
auf dem heutigen Gelände der Heilig-Geist Kirche einen
Musikpavillon auf. Am 30. Mai 1938 wurde der Turm auf
Veranlassung des NS-Regimes abgerissen, da das gesamte Gelände
als Werksflugplatz gebraucht wurde.
Bereits 1916 begann die Industrialisierung des südlichen Bereiches
durch ein Zweigwerk der thüringischen Waggon- und Flugzeugfabrik
aus Gotha. Von 1938 bis zur Kapitulation nach der NS-Zeit befand
sich die Rüstungsfabrik „Bachmann, von Blumenthal & Co,
Flugzeugbau” auf der Hardhöhe. Ab 1940 kooperierte diese Firma mit
Messerschmidt, der Fürther Betrieb war damit für die Reparatur der
Me 110 verantwortlich. Am 25.02.1944 erfolgte durch amerikanische
Bomber (B-24-Liberator) ein Luftangriff aus 6000 Meter Höhe. Etwa
8000 Bomben wurden abgeworfen und zerstörten etwa 30 Prozent der
Werksanlagen, es wurden aber auch 139 Todesopfer gezählt. Ab 1945
nutzten und erweiterten amerikanische Streitkräfte die Fläche als
Militärflughafen.
Am 2.01.1950 landete um 15:25 Uhr eine DC-3 der Fluggesellschaft
KLM und läutete damit die zivile Nutzung des Flughafens ein. So
kostete ein Flugticket von Fürth nach Düsseldorf 95 Mark. Aber auch
internationale Ziele wurden angeflogen: Paris, Amsterdam, Brüssel.
Am 6.04.1955 endete mit dem Start einer skandinavischen
Chartermaschine die Fürther Fluggeschichte. Bereits im Mai 1955
wurden die ersten Betonplatten der Rollbahn gesprengt. Danach
entstand, die am Reißbrett geplante, Bebauung, wie wir sie heute
kennen.

Etwa bei den Koordinaten N 49° 28,844 / E 10° 57,706 dürfte sich
das „Vorfeld” befunden haben, südlich davon schlossen sich
Abfertigungsgebäude und Flughallen an. Heute stehen hier Wohnblocks
und Firmengelände. Das Verwaltungsgebäude mit dem Tower stand im
Bereich der Einmündung der heutigen Breslauerstraße in die
Würzburger Straße (N49° 29,014 / E 10° 57,782).

Der Cache selbst liegt etwa dort, wo
ursprünglich die Startbahn endete.
Die Tarnung wirst Du gleich erkennen, sie ist groß
genug.