19.03.2008 Informationen zur "Ernstschen Mühle":
Die erste Mühle an der Enz wurde 1698 erbaut. 1871 erwarb Friedrich Ernst die Sägmühle aus der Erbmasse des Carl Franck und errichtete eine Ölmühle "ohne Veränderung des Wasserbaus". Das alte Mühlrad wurde 1889 durch ein neues ersetzt (Durchmesser 6 m, Breite 2,40 m). Knapp 10 Jahre später baute er die Sägmühle in eine "Mahlmühle mit vier Mahlgängen um".
Am 13. Juli 1904 wurde die Mühle ein Raub der Flammen, nur das alte Mühlrad blieb erhalten.
Im Jahre 2004 begann, auf Initiative des Friseurmeisters Hansjörg Kollar, die Initiativgruppe "Mobilität, Energie, Klima" mit der Vorbereitung und Durchführung des Aufbaus der heutigen Anlage: Beim Mühlrad handelt es sich um ein "Zuppinger Wasserrad" mit einem Durchmesser von 6 m und einer Breite von 2,40 m. Es hat 44 Schaufeln, zu deren Herstellung mehr als 104 qm Lärchendielen verbaut wurden. Pro Sekunde treiben 2,4 Kubikmeter Wasser das Rad an, was einer jährlichen Menge von 75 Mio. Kubikmeter entspricht. Das Mühlrad arbeitet mit einer Drehzahl von 5 U/min, wobei ein Drehmoment von 26000 Nm(!) erzeugt wird. Über ein Getriebe wird ein Generator angetrieben, der jährlich 60000 kWh Strom erzeugt. Dies entspricht dem durchschnittlichen Jahresbedarf von 60 Personen, wobei 100 t Braunkohle oder 20 t Heizöl eingespart werden. Die Anlage vermindert somit den Kohlendioxid-Ausstoß um 48 t/Jahr. Nachdem über 2500 freiwillige Arbeitsstunden geleistet wurden, konnte die Anlage am 19.09.2004 feierlich eingeweiht werden.
(Quelle: Faltblatt "Die Ernstsche Mühle an der Enz", Lokale Agenda 21 Besigheim, Arbeitskreis "Mobilität, Energie, Klima")
2007 wurde die kleine Anlage wurde erneut instandgesetzt und um einige Exponate erweitert.
Zum Finden des Micros sind ERD- UND LAUBARBEITEN, STEINE RÜCKEN u.ä. NICHT ERFORDERLICH!
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arbol