Alpe Steris
Walser,
alemannischer Volksstamm, der aus dem Oberwallis (Schweiz) im 13.
und 14. Jahrhundert über Furka- und Oberalppass in das obere
Rheintal kam und von da aus verschiedene Hochtäler in Vorarlberg
und Tirol besiedelte. In Vorarlberg im 13. Jahrhundert:
Laternsertal, Damüls (1313 erste urkundliche Lehensverleihung),
Großes Walsertal, Tannberg, Kleines Walsertal; im 14. Jahrhundert:
Dünser-, Schnifis-, Ludescher-, Bürserberg, Brand, Ebnit,
Silbertal, Montafon, Hang- und Berggemeinden im Rheintal und im
Walgau; in Tirol siedelten Walser im Lechtal, Paznaun und Sellrain
sowie im Vintschgau.
Die
Walser, die ungefähr 1 Viertel des Landes Vorarlberg besiedelten
und wesentlich zur Germanisierung Vorarlbergs (besonders des
Montafon) beitrugen, haben als Viehzüchter und Grasbauern weite
Gebiete der landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt. Sie erhielten
die Grundstücke zu freien Erblehen, besaßen eigene Gerichte, hatten
keinen Robot zu leisten und verpflichteten sich zur Heeresfolge und
zum Waffendienst. Sprache, Brauch- und Volkstum der Walser konnten
sich in den abgeschlossenen Tälern und entlegenen Streusiedlungen
mit den typischen Walser-Häusern (Wohnhaus aus Holz, so genannter
Blockbau, mit traufseitigem Eingang und auffallend kleinen
Fenstern) bis heute erhalten.
Steris
ist ein typisches Walser Alpdorf und wurde bereits 1356 urkundlich
erwähnt. Der Name stammt aus dem vulgärlateinischen Wort Sterilis
und bedeutet „unfruchtbar“. Steris war also
ursprünglich eine Galtalpe und zählte in vordeutscher Zeit zum
Großalpenkomplex Stafelfeder, was zu deutsch „alte
Alpe“ heißt. Erst unter den Walsern wurde Steris im Jahre
1356 ein Kuhalpe.

Die
wunderschöne Alpe liegt wie auf einem Balkon am Fuße der
Kellaspitze und des Rothornes und ist die größte Walseralpe. Steris
ist keine Oberalpe, was sehr weite Viehtrebe zur Folge hat. Die
Alpe ist sowohl von Sonntag als auch von Marul aus auf einem
Fahrweg erreichbar. Ein besonderer Aussichtspunkt ist der
Kreuzbühel, wo das Alpkreuz zum sonntäglichen Gebet
einlädt.
Wie
kommt man am besten hin?
Von
Marul aus geht der Wanderbus (Haltestelle bei der Kirche in Marul).
Man kann natürlich auch laufen! Von Marul aus kann man zwar weit
hochfahren bis zur Schranke, dort ist aber höchstens platz für zwei
Autos!
Eine
andere Möglichkeit wäre eine Wanderung/ Biketour ab Sonntag. Von
Sonntag aus kann man die Seilbahn nach Stein nehmen und zur Alpe
laufen/ fahren mit dem Bike. Von Sonntag selber aus geht auch, ist
aber sehr anstrengend!
Im
Sommer kann man auch üppig Frühstücken auf der Alpe, immer
Mittwochs. Ein Geheimtipp der Eingeborenen! Voranmeldung unbedingt
erforderlich! Dann gibt es auch Riebel (Griesmehlspeise), den muss
man aber nicht unbedingt lecker finden…. Riebel (Schweiz:
Ribel), auch Stopfer genannt, ist ein einfaches Maisgericht aus
Vorarlberg (Österreich).
Es war
früher - bis etwa 1970 - vor allem eine Mahlzeit der armen Leute
und bäuerlichen Familien. Gegessen wurde Riebel zum Frühstück aber
auch mittags, abends oder zwischendurch. Das Gericht wird aus einer
Mischung von hellem Mais- (auch 'Türken' genannt) und Weizengrieß
zubereitet und meist zusammen mit Kaffee oder Milch
verzehrt.

Ganz
leicht wird’s einem gemacht mit dem Wanderbus aus Marul
(voranmelden für sowohl das Frühstück als auch den
Wanderbus!).
Man
sollte dann, wenn möglich, weiterwandern oder mit dem Bike fahren
zur Laguzalpe. Eine wirklich tolle Tour! Von der Laguzalpe kann man
auch wieder den Wanderbus nehmen zurück nach Marul.

Welche
Daten werden gebraucht?
Flächenmaß = A
Marul
(in Km für’s Mountainbike) = B
Stein
(in Km für’s Mountainbike) = C
Stafelfederalpe (in Stunden/ Wandern) =
D
Stein
Seilbahn (in Stunden/ Wandern) = E
Weidenzahl = F
Marul
(in Stunden) = Laguzalpe (schnellste Route in Stunden/ Wandern) =
G
A-(((B+C)/(D+E))*B) ist Anzahl der Meter Entfernung
F-(((B*C)-G)*G) ist Grad