Navis Natalem - Deutsche
Version
An einem kalten Novembertag, als der Nebel ganz tief hing waren
einige dubiose Gestalten in der Hafenkneipe in Neuenstein. Sie
tranken und wurden immer lauter. Immer häufiger konnte man einige
Worte verstehen wie "Schatz" und "große Truhe". Meine
Aufmerksamkeit war damit geweckt. Ich versuchte mich dabei nicht zu
auffällig zu benehmen und trotzdem nichts zu verpassen. Leider
konnte ich keine weiteren Einzelheiten vernehmen. Die Seeleute
tranken immer weiter. Nach und nach löste sich die Gruppe auf, da
die Seeleute zu ihren Mädchen zurück mussten.
Als nur ein betrunkener Seemann zurück blieb, setzte ich mich zu
ihm und spendierte ihm weiteren Rum. Ich versuchte langsam sein
Vertrauen zu gewinnen um mehr über den Schatz zu erfahren. Nach
einigen Rums mehr erzählte er eine sehr ungewöhnliche
Geschichte:
Es war vor langer Zeit, als wir mit dem Segelboot Natalem auf
Reisen gingen. Als wir mitten auf See waren, begann ein heftiger
Sturm. Wir kamen weit von unserem Kurs ab und strandeten auf einmal
auf einer kleinen Insel wo wir einen Schatz fanden. Zum Glück hatte
ich auf unserem langen Weg einige Bojen mit Hinweisen hinterlassen,
damit wir später wieder nach Hause finden können. Als wir aber den
Schatz fanden, behielt ich diese Information für mich um der
Einzige zu sein, der wieder hingelangen kann. Es dauerte sehr
lange, bis wir ein Floß gebaut hatten und von der Insel flüchten
konnten. Leider konnten wir nichts von dem Schatz mitnehmen, da das
Floß gerade mal uns Seeleute tragen konnte.
Jetzt wurde er auf einmal ganz leise und schaute mir tief in die
Augen.
Ich bin leider schon zu alt um diese schwierige Reise noch
auf mich zu nehmen. Aber du könntest das schaffen. Ich verrate dir,
wo der Schatz verborgen ist, wenn du mir die Hälfte des Schatzes
abgibst.
Ich sagte natürlich sofort zu und so bekam ich folgende
Information:
Um den Schatz zu finden, musst du dich schon etwas mit dem
Seemannslatein auskennen und am Besten auch Navigationsgerät,
Seekarte und einen Taschenrechner mitnehmen. Alle Zahlen solltest
du auf ganze Zahlen runden. Da du mir nach einer richtigen
Landratte aussiehst, rate ich dir den Wind und die Strömung sowie
deinen Kurs auf die Seekarte einzuzeichnen, damit du deinen Weg
nicht verlierst.
Als wir uns damals auf unsere Seereise machten, starteten wir
mit dem Boot Natalem von der sicheren Bucht in Neuenstein, die du
an diesen Koordinaten findest: N49° 12.327 E9° 34.677. Dort ist
heute ein Hafen für metallene Boote, die man dort lassen kann, wenn
man auf Erkundungstour durch Neuenstein geht. Ich suchte mir an
dieser Stelle eine wichtige Zahl um mir den weiteren Kurs zu
merken. Finde diese Zahl im Giebel der Spelunke mit der
Gallionsfigur. Diese Zahl, die keine Hausnummer ist, merke dir als
A.
Der Wind kam während der ganzen Reise aus 290°.
Von der sicheren Bucht dümpelten wir raumschots mit leichtem
Wind Richtung 161° bei einer Schiffsgeschwindigkeit von 3 Knoten
für 185 Tampen (1 Tampen entspricht 1 Sekunde). Das verwunschene
Schloß auf der Insel ließen wir Steuerbord liegen. Auf etwa halbem
Weg steht in Schiffsrichtung Backbord das Seefahrerheim der
Gläubigen. Auf dem Seefahrerheim steht ein Schriftzug aus zwei
Wörtern. Die Anzahl der Buchstaben solltest du dir merken als B.
Als wir ankamen, merkten wir, dass der leichte Wind aus 290°
ausgereicht hatte, für 3 Grad Abdrift zu sorgen. Dort angekommen,
legte ich meine erste Boje aus. Ich musste sie mit einem Betonklotz
am unteren Ende befestigen, damit die Boje nicht wegen des langen
schmalen Schilds am oberen Ende kentert. Der Betonklotz ist unter
der Wasseroberfläche verborgen und deswegen nicht sichtbar. Da dort
weitere offizielle Bojen ausgelegt waren, kennzeichnete ich meine
mit einem rot-weißen runden Schild obendrauf. Unter dem langen
schmalen Schild habe ich ein kleines Schild mit Zahlen angebracht.
Die Zahlen direkt hintereinander geschrieben ist C.
Von der ersten Boje aus konnten wir wieder etwas abfallen,
mussten aber die strömungsreiche Straße von Eschelbach passieren.
Wir segelten weiter mit 5 Knoten Schiffsgeschwindigkeit für 75
Tampen Richtung (6 x C)°. Die Strömung in der Straße von Eschelbach
sorgte auf dieser Strecke für Abdrift von genau 4° exakt Richtung
Süden. Dafür hatten wir keinen Windversatz mehr. Der Wind frischte
auf und plötzlich sahen wir alle ein Licht am Horizont.
Wo ich meine zweite Boje verankerten, findest du ein Schild,
das nur besonderen Seeleuten erlaubt, weiterzusegeln. Die Anzahl
der Buchstaben in der mittleren Zeile dieses Schildes ist
D.
Nun mussten wir wenden und mit Wind von Steuerbord Kurs
Richtung des Lichtes aufnehmen. Wir segelten für (A/(D+4))+D Tampen
mit 3 Knoten Kompasskurs (10 x B)°. So hoch am Wind wurden wir
jedoch D° nach Lee versetzt, was wir natürlich erst bei Ankunft an
der Insel merkten. Unser Schiff Natalem zerschellte leider an den
Klippen der Schatzinsel. Als Ausgleich fanden wir dort in der Mitte
einen Schatz. Leider gab es keine Möglichkeit, diesen Schatz von
der Insel fortzubringen. Die wenigen Bäume verarbeiteten wir zu
einem Floß und konnten so unser nacktes Leben retten.
Auf dem Rückweg kamen wir jedoch in dichten Nebel und konnten
so keinen Kurs mehr halten und deswegen konnte auch später keiner
meiner Kameraden auf die Schatzinsel zurückkehren.
Die Bäume sind bestimmt mittlerweile wieder nachgewachsen und
bewachen die Schatztruhe gut.
Bitte erinnere dich an dein Versprechen, dass ich die Hälfte
des Reichtums bekomme, den du dort finden wirst. Ich treffe dich
hier in dieser Kneipe in einem Jahr wieder.
Nach diesen Worten schlief der alte Seemann ein und ich machte
mich sofort an die Vorbereitungen meiner Schatzsuche.
Navis Natalem - English
Version
It was a cold foggy November day. In the pub close to the
harbour in Neuenstein a group of strangers was having a drink. With
each drink they spoke louder. I could hear words like treasure and
box. After that I tried to listen to their conversation but I could
not get further information as they stopped themselves from
speaking. The sailors drunk more and more, but one after the other
left with one of the nice girls.
When there was only one sailor left over I bought him one more
drink to get him speaking about the treasure. After a couple of
drinks more the sailor told me this unbelievable story:
It was a long time ago when we left the harbour with the boat
Natalem. When we were in the middle of the sea a storm started and
we lost our track. On a sudden a light on an island was seen and we
tried to get to the island to be save. Unfortunately the boat sank
and we could just emerge to the island. On the island we found a
treasure. I was so lucky that I left some surface marker buoys
where we changed the direction. This information I kept for myself
as I did not want to divide the treasure with somebody else. It
took us long to escape from the island. We used all trees on the
island to build a raft. The raft was just able to carry the
sailors. We had to leave the treasure behind.
Now he turned silent and looked me straight into my eyes.
I am to old to do this jurney, but you are young enough to
risk it. I tell you how to find the treasure when we divide the
treasure equally.
Immediately I agreed and the deal was done. I then got the
following information:
In order to find the treasure you have to know some nautic
terms and you need navigation equipment, sea chart of the area and
a calculator. The numbers should always be rounded. As you look
like very unexperienced with navigation I suggest that you print
the wind, the water drift and your journey on the sea
chart.
We started our journey with the boat Natalem from the safe
harbour at N49° 12.327 E9° 34.677. At these coordinates you can
leave your metal boat at this harbour and explore the surroundings.
Search for a number that is given in the gable of the house with
the figurehead. The number is not a house number. Remember the
number as A.
During the whole journey the wind came from 290°.
We sailed in direction 161° with 3 knots for 185 tamps (1
tamp is 1 second). When we arrived I realised that I had 3° drift.
We left the island of the magic castle starboard. On the way to
this first point you can find a holy sailors place on the portside.
The place is named with two names. The amount of letters of both
words is B. There I put my first buoy in place. It has a long sign
on it where you can find underneath a number. Put the two numbers
next to each other and you have C. The buoy is marked with a red
and white round signal.
Now we had to pass the street of Eschelbach where the water
stream is very strong. We sailed with 5 knots for 75 tamps
direction (6 x C)°. The current resulted in a drift of 4 ° exactly
direction south. Therefore we had no drift caused by the wind. In a
long distance we saw a light and we tried to get there.
Where I left my second buoy you can find a sign that only
allows special sailors to continue sailing. The amount of letters
in the middle line on the sign defines D.
Now we turned and the wind came now from starboard and we
headed in the direction of the light. We sailed for (A/(D+4))+D
tamps with 3knots direction (10 x B)°. Now we had a drift of D° to
lee. On the cliffs of the island the boat Natalem shettered and we
could just escape to the island. To our surprise we found a
treasure on the island. To rescue our lives we build a raft from
the trees of the island. We could not take one duplone of the
treasure as the raft was not strong enough to carry us and the
treasure.
On our way home we came in a long and neverending fog and
nobody could check the direction. Therefore nobody could get back
and I was the only one having some notes on how to reach the
island.
In the mean time the trees are grown again and they are now
guarding the treasure box.
Please remember to give me half of the treasure. I will meet
you again in this pub in one year.
Now he slept in and I started immediately to organise the
treasure hunt…