Hannesenklause
(plus dem schönsten
Aussichtspunkt Ettlingens)
Datiert vom 28.
Februar 1726 findet sich unter den im Bestand Ettlingen/Stadt des
Generallandesarchivs Karlsruhe aufbewahrten Rastatter
Hofratsprotokollen folgende Niederschrift:
Johannes
Schwarz, Promit des dritten Ordens S. Francisi, 69 Jahre alt,
erscheint und bringt vor, er habe einen mächtigen Antrieb in sich
empfunden, ... dem allmächtigen Gott mit sonderer Leib und Andacht
zu dienen, auß welchem er nicht allein dreimal mit Hintansetzung
seines ganzen Vermögens, Weibs und Kindern zu S. Jacob nacher
Compostella in Spanien und von da nacher Rom wallfahrten gegangen,
sondern auf die heftige Begierde geschöpft hätte, seinem lieben
Gott in der Einsamkeit auff dem Kreuzelberg nächst Ettlingen zu
dienen. Nachdem er nun Witwer sei und all sein Vermögen seinen
Kindern vermacht habe, wolle er auf dem Kreuzelberg ein kleines
Wohnhäuslein bauen; er wolle den Rest des Lebens mit Bet- und
Bußandachten verbringen; die Erlaubnis der Herrschaft, und der
Stadt liege schon vor. Er habe ein Bretterhüttlein errichtet und
ein Strohlager bereitet. Er wolle niemals betteln, niemand
beschwerlich fallen, nicht im Land umherziehen, sondern nur auf dem
Berg bleiben, außer daß er alltäglich eine Stunde in die Stadt
Ettlingen gehe und mitunter nach Rastatt zu den Franziskanern oder
zu seinen Kindern nach Forchheim.

Ob die an der Stelle der Hütte erkennbare Steinsetzung wirklich
das alte Hüttenfundament darstellt oder später zurechtgemacht
wurde, bleibt offen; ortswärts ist noch der Quelltopf des damals
dem Einsiedler dienenden "Hannesenbunnens" vorhanden, der freilich
nur noch nach starken Niederschlägen Wasser führt. Die kurz vor der
Jahrhundertwende unter einer Steinplatte aufgefundenen Münzen sind
Überbleibsel der von Schwarz empfangenen Almosen. Schwarz erschien
als ein weitgereister, tiefgläubiger Pilger, der hier Einkehr
halten wollte, als glaubwürdiger Vertreter einer im Volk lebenden
und in Ettlingen bewunderten Frömmigkeit der Meditation und des
einfachen Lebens.
Quelle: "Ettlingen von 1689 - 1815" von Rüdiger Stenzel. Verlag
Regionalkultur
Hinweise für
die Cacherunde:
Die oberen
Koordinaten gehören zur Stage 1, die eine kleine Aufgabe
beinhaltet, um die Finalkoordinaten zu bekommen.
Parkkoordinaten: N 48° 56.123 E 008° 25.071
Vom Parkplatz aus
lauft ihr zur Treppe bei N 48° 55.983 E 008° 24.934
und weiter zur Wegkreuzung bei N48° 008° 55.898 E 008°
25.037.
Hier könnt Ihr zwischen zwei Wegvarianten wählen.
1. Kürzere
Variante, ca. 1,5 Stunden: an der Kreuzung lauft den steilen Weg
bergauf weiter und konzentriert Euch auf die Koordinaten von Stage
1 (siehe oben).
2. Längere
Variante, ca. 2 Stunden: an der Kreuzung bleibt Ihr auf dem ebenen
Weg in Richtung
"Feierabendbänkle: Kreuzelberg" und könnt damit aus Eurer Runde
ein Doppelpack machen. Anschließend den Weg weiter laufen, zu den
Koordinaten der Stage 1 (siehe oben).
Mit beiden
Varianten kommt ihr zur Stage 1, bei der wir unbedingt festes
Schuhwerk empfehlen. Dort findet sich auch der vom
Schwarzwaldverein sehr liebevoll gestaltete und unserer Meinung
nach schönste Aussichtspunkt von Ettlingen. In seinem Pavillon
könnt ihr vielleicht auch die kleine Aufgabe erledigen, die Euch
die Finalkoordinaten verrät.
Damit geht es zur
Hannesenklause und zum Final, je
nach Wetterlage kann der Empfang dort ungünstig sein (siehe
Spoilerbild).
Viel Spaß beim Cachen.