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Rotes Wasser in Kirchkimmen EarthCache

Hidden : 2/2/2020
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


 

Lenni ( 06.02.2014 - 21.10.2025 )

 

Wuff (Moin), ich bin's, Lenni, ich bin eine Geocache-Hundedame und ich gehe am liebsten mit meinem treuen Herrchen, dem dicken Karl, auf  Tour. Ich führe euch durch diesen Earthcache.

 

Letztens, wir waren schon eine ganze Weile gewandert und ich hatte gewaltigen Durst, da entdeckte ich etwas - da war Wasser, jippiii. Aber was ist das denn? Iiiiiiiiiiih, das ist ja rot!!! Pfui Deubel, denk ich noch und will schon weiterziehen, da sagt der Karl "Wat de Buer nich kennt, dat fret he nich" (plattdeutsch für: Was der Bauer nicht kennt, das (fr)isst er nicht). Also ran und losgeschlabbert. Meine Herren, war soll ich euch sagen, feiner Tropfen, gaaaaar nicht soooo übel. 

 

Aber warum kommt hier überhaupt Wasser aus dem Boden?

Es handelt sich um einen sogenannten Artesischen Brunnen:  

Voraussetzung für einen artesischen Brunnen ist gespanntes Grundwasser. Solches ist vorhanden, wenn eine wasserführende Gesteinsschicht (ein Grundwasserleiter ) durch eine wasserundurchlässige Gesteinsschicht nach oben abgedichtet wird und gleichzeitig die großräumige geologische Struktur des Grundwasserleiters den Aufbau von hydrostatischem Druck ermöglicht (zum Beispiel in einer schüsselförmigen Senke oder zwischen schräg abfallenden Gesteinsschichten).

 

Bohrt oder gräbt man einen Grundwasserleiter mit gespanntem Grundwasser an, steigt das Grundwasser nach dem Prinzip der kommunizierenden Gefäße im Bohrloch bzw. im Schacht maximal bis zur Höhe der freien (ungespannten) Grundwasseroberfläche in der wasserführenden Schicht. Liegt dieses Niveau höher als die Erdoberfläche am Brunnen, spritzt das Grundwasser unter Druck aus dem Untergrund nach oben. Artesische Brunnen sind daher nur in Landschaftssenken möglich. Und eine solche Landschaftssenke haben wir hier vor uns.

 

Schematische  Darstellung  eines  Artesischen  Brunnens (Zeichnung: Karl)

 

 

Nun kennst du schon einmal den Grund, warum das Wasser hier austritt, aber warum ist gerade hier so etwas zu finden? Entstanden ist diese Gegend in der vorletzten Eiszeit, der sogenannten Saale Eiszeit. Riesige Gletscher aus Skandinavien führten Unmengen an Sande, Steine und Geröll mit, die nach dem Abschmelzen der Gletscher hier liegen blieben. Diese Sande bildeten aufgrund ihrer kleinen Partikel und Grundwasser, ein Gemisch was wir als Ton oder Lehm bezeichnen. Dieser Lehm bildete eine Wasserundurchlässige Schicht auf dem, nach Ende der Saale Kaltzeit, Feuchtigkeitsliebende Pflanzen (Moose, Gräser Birken etc.) wuchsen. Nach dem absterben dieser Pflanzen blieben sie als schwarze Schicht zurück, da sie aufgrund des pH-Wertes und des Wasserüberschusses unter Ausschluss von Sauerstoff nicht vollständig verotteten. Mit der nachfolgenden Kaltzeit wurde dieser Bereich wieder von Sanden weiterer Gletscher überdeckt.

 

 

Und wie wie kommt es zur rötlichen Färbung von Stein und Boden?

 

Das liegt an der Verockerung. Eisen ist ein natürliches Element der Erdkruste. Die  hier im Boden der natürlich vorhandenen Minerale Pyrit und Markasit sind chemische Verbindungen von Eisen und Schwefel (Eisensulfid). Diese gelangten durch Auswaschungen in die Grundwasserleiter die frei von Sauerstoff sind.

 

Als Verockerung bezeichnet man Ausfällungen und Anlagerungen von Eisen- und Manganverbindungen. In sauerstofffreiem Wasser mit niedrigem pH-Wert können große Mengen zweiwertige Eisen-Ionen gelöst sein (bis 100 mg/l)  Hier erfolgt die Ausfällung als chemischer Prozess: Kommen große Mengen zweiwertige Eisen-Ionen mit Luftsauerstoff in Kontakt, oxidiert zweiwertiges Eisen zu braunem, dreiwertigen Eisenhydroxid (“Eisenocker”). Dieses fällt aus und lagert sich ab. Im Wasser gelöste Mangan-Ionen fallen als schwarzes Manganoxid aus.

Das Wasser ist also eigentlich gar nicht braun sondern bekommt hier seine typische bräunliche Färbung weil es an die „Luft“ kommt. Das Wasser rostet quasi.

 

[Infos: Universität Oldenburg, Wikipedia, Wasserverband Oldenburg]

[Bilder: eigene Aufnahmen und Zeichnungen]

 

 

   

Profil  der  Situation vor Ort (Zeichnung: Karl)

 

Hier in Kirchkimmen kommt das eisenhaltige Wasser aus dem Brunnen an die Oberfläche  und läuft dann in der Kimmer Bäke ab. Der Bach gehört zum weitverzweigten Fluss-System der Weser, ist ca. 12 km lang und durchfließt die Gemeinden Dötlingen, Hatten und Hude.

 

 

 

Also, ihr wisst nun genug über "Rotes Wasser" und "Artesische Brunnen" und ich muss jetzt den Kalle nach Hause bringen, denn ab hier geht es in Arbeitsteilung, du beantwortest die nachfolgenden Fragen und Herrchen und ich prüfen dann nach, ob alles ok ist. In Ordnung?

 

 

1. Wenn du deine Hand in dieses Wasser tauchst und daran schnupperst, kannst du einen Unterschied zu anderem Wasser riechen? Gibt es einen besonderen Geruch? 

 

2. Nimm etwas Weißes (Papier, Taschtuch, Kleidung) und reibe etwas am Stein. Was kannst du feststellen?

 

3. Wenn du dem Wasserlauf nach dem Zufluss vom Brunnen aus folgst, kannst du erkennen, dass

a) die Ockerfärbung ansteigt

b) die Ockerfärbung gleich bleibt

c) die Ockerfärbung abnimmt

Nenne deine Auswahl (a, b oder c) und begründe mit deinen eigenen Worten, warum du denst, dass es so ist.

 

4. Nenne einen Aspekt, der dazu führen könnte, dass die rote Färbung aufhören könnte. Hier gibt es viele Möglichkeiten, denke einfach logisch nach und begründe.

 

5. Fertige ein Foto von dir oder einen persönlichen Geocaching-Gegenstand am Earthcache an, wo klar zu erkennen ist, dass es vor Ort gemacht wurde und lade es zu deinem Log hoch, wer hat, natürlich gerne mit Hund und der Inschrift auf dem Brunnenstein.

 

Logbedingung: Schicke die Antworten bitte über mein Profil per Mail an mich. Du kannst sofort loggen, wenn etwas nicht in Ordnung ist, melde ich mich. Vergiss bitte das Foto nicht.

 

 

Bleib gesund und hab  allezeit genug Futter im Napf,  Wuff (Tschüß), eure Lenni

 

 

 

Additional Hints (No hints available.)