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Macht den Schlagbaum auf! Virtual Cache

Hidden : 11/9/2022
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   virtual (virtual)

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Geocache Description:


Die Bösebrücke am ehemaligen Grenzübergang Bornholmer Straße - ein geschichtsträgiger Ort!

 

Der 9. November 1989 am Grenzübergang Bornholmer Straße

Nach der live übertragenen Erklärung Günter Schabowskis auf einer Pressekonferenz am 09. November 1989, einem Donnerstag, gegen 19 Uhr, dass die DDR-Bürger die Reisefreiheit erhalten würden, wozu er auf Nachfrage ergänzte, dass die Regelungen dazu „unverzüglich“ gültig seien, war der Grenzübergang Bornholmer Straße einer der ersten Grenzübergänge in Berlin (nach dem Grenzübergang Waltersdorfer Chaussee), an dem um 23:30 Uhr die Passkontrollen eingestellt wurden und wo nachfolgend Tausende DDR-Bürger die Gelegenheit nutzten, nach West-Berlin zu kommen.

Im Laufe des Abends hatten sich nach Schabowkis Erklärung mehr und mehr DDR-Bürger am Grenzübergang versammelt, um nach West-Berlin zu gelangen. Der Leiter des Grenzübergangs Bornholmer Straße, ein Oberleutnant, fragte bei seinen Vorgesetzten immer wieder nach, wie weiter zu verfahren sei, erhielt von diesen jedoch keine oder nichtssagende Anweisungen. Nach dem Auslösen eines „stillen“ (nach außen nicht wahrnehmbaren) Alarms reagierten erst- und letztmals die Vorgesetzten: Es kam die Anweisung (ab etwa 21:20 Uhr), einzelnen Leuten (und zwar „den größten Schreiern“) die Ausreise zu genehmigen. Der DDR-Personalausweis erhielt dazu einen Stempel halb über das Lichtbild. Dies sollte eine Wiedereinreise in die DDR verhindern – die Personen wurden darüber aber nicht in Kenntnis gesetzt.

Es zeigte sich jedoch, dass damit das Problem nicht gelöst war: Immer mehr DDR-Bürger drängten sich vor dem Grenzübergang und forderten ihre Ausreise. Die Situation verschärfte sich vor Ort weiter. Von den Vorgesetzten alleingelassen, ließ der Oberleutnant, einerseits unter dem Druck der Verhältnisse, andererseits offenbar zornig über das Verhalten der Vorgesetzten und vor dem Problem resignierend, am 9. November 1989 nach weiteren zwei Stunden um 23:29 Uhr eigenmächtig und entgegen der Befehlslage die Grenzübergangsstelle öffnen und sämtliche Passkontrollen einstellen. Der Übergang wurde damit nach dem Grenzübergangs Waltersdorfer Chaussee einer der ersten Stellen, an dem die Berliner Mauer geöffnet wurde. Er galt aber lange als erster. Die bis dahin fast 1000 Reisewilligen, die sich an der Grenzübergangsstelle versammelt hatten, durften in den Westen ausreisen.

Nachdem der Oberleutnant an die MfS-Zentrale durchgegeben hatte, dass er die Schlagbäume geöffnet habe, erhielten die anderen sechs Grenzübergänge gegen 24 Uhr von dort die Anweisung, ebenso zu verfahren.

 

Nach dem Mauerfall

Am ersten Jahrestag des Mauerfalls wurde östlich der Brücke auf dem Gelände der ehemaligen Grenzübergangsstelle ein Gedenkstein errichtet. Dieser ist aus einem Mauersegment gefertigt. Seine Inschrift lautet: „An der Brücke Bornholmer Straße öffnete sich in der Nacht vom 9. zum 10. November 1989 erstmals seit dem August 1961 die Mauer. Die Berliner kamen wieder zusammen. Willy Brandt: ‚Berlin wird leben und die Mauer wird fallen.‘“

Im westlichen Sprengwerk der Bösebrücke befindet sich eine Gedenktafel mit der Inschrift: „Bösebrücke 1961–1989 DDR-Grenzübergang / war am 9. November 1989 der erste Grenzübergang der innerdeutschen Grenze, an dem die DDR-Grenzschranken fielen.“

Unterhalb der Brücke befindet sich der Bahnhof Bornholmer Straße der Berlin der S-Bahn, der von 1961 bis 1990 im weiteren Sinne den Geisterbahnhöfen in Berlin zugerechnet wird. Auf dem Gelände des ehemaligen Grenzübergangs befand sich nach der deutschen Wiedervereinigung zeitweilig ein Autohandel. Nach dem Verkauf des Areals an einen Investor wurde auf der Fläche Mitte 2011 ein Supermarkt errichtet.

Auf dem ehemaligen Mauerstreifen unterhalb der Bösebrücke verläuft heute ein Teilstück des Berliner Mauerweges mit einer kleinen Allee von Japanischen Zierkirschen. Diese Bäume sind ein Geschenk einer Spendenaktion eines japanischen Fernsehsenders als Ausdruck der großen Anteilnahme an den Ereignissen der deutschen Wiedervereinigung. Die Zierkirschen sollen Frieden und Ruhe in die Herzen der Berliner bringen, wünschten sich die Japaner.

 

Platz des 9. November 1989 - Open-Air-Ausstellung (siehe Wegpunkt)

Am 9. November 2010 wurde an der östlichen Seite der Bösebrücke, nördlich der Bornholmer Straße, der Platz des 9. November 1989 eingeweiht, auf dem eine Bildergalerie mit Fotos der Maueröffnung zu sehen ist, mit der an die Geschichte des Grenzübergangs auf der Bösebrücke erinnert wird. Dieser Ort ist kein Platz im städtebaulichen Sinn, da es an ihm keine Gebäude gibt. Es handelt sich vielmehr um ein schmales, etwa 200 Meter langes Geländeareal neben der Bornholmer Straße, das durch die noch vorhandene ehemalige "Hinterlandsicherungsmauer" begrenzt ist. Von dieser durchziehen in unregelmäßigen Abständen rostende Stahlbänder den Bodenbelag. Daran wird chronologisch an die Ereignisse des 9. November 1989 erinnert. Der aus einem Mauersegment gefertigte Gedenkstein wurde vom Gelände der ehemaligen Grenzübergangsstelle auf das neu gestaltete Areal umgesetzt. Bepflanzt ist der Platz mit einer speziellen Züchtung Japanischer Zierkirschen, die im Frühjahr, bei mildem Wetter aber auch bereits im November blüht.

 

Quellen: https://de.wikipedia.org/, https://www.chronik-der-mauer.de, https://revolution89.de, https://www.berliner-zeitung.de, https://webarchiv.bundestag.de

 

Logbedingungen

Mache ein Foto von dir mit der Bösebrücke im Hintergrund. Wenn du nicht auf dem Foto zu sehen sein möchtest, ist als Alternative auch ein Foto von einem persönlichen Gegenstand oder einem Schild mit deinem Geocaching-Spielernamen, und der Bösebrücke im Hintergrund, in Ordnung. Ich darf Logeinträge ohne Fotonachweis löschen.

Logging Task

Take a photo of yourself with the Böse Bridge in the background. Alternatively, if you don't want to be in the photo, a photo of a personal item or a sign with your geocaching username and the Böse Bridge in the background is fine. I can delete log entries without photo credit.

 

Virtual Rewards 3.0 - 2022-2023

Dieser virtuelle Cache ist Teil einer begrenzten Anzahl von Virtuals, die zwischen dem 1. März 2022 und dem 1. März 2023 erstellt wurden. Nur 4.000 Cache-Besitzer hatten die Möglichkeit, einen virtuellen Cache zu verstecken. Erfahre mehr über Virtual Rewards 3.0 im Geocaching Blog.

This Virtual Cache is part of a limited release of Virtuals created between March 1, 2022 and March 1, 2023. Only 4,000 cache owners were given the opportunity to hide a Virtual Cache. Learn more about Virtual Rewards 3.0 on the Geocaching Blog.

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