Das Kloster Haydau wurde im Jahre 1234/35 von den Zisterzienserinnen gegründet und hat seitdem eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Kloster, Dorfschule, Schloss, landwirtschaftliche Domäne, Gefängnis, Behelfswohnungen, Industrieanlage, Tagungszentrum – die Gebäude, die sich um den großen Domänenhof gruppieren blicken auf eine wechselhafte Nutzung zurück. In den Jahren von 1985 bis 2001 wurde das Kloster aufwändig restauriert und erstrahlt heute wieder in altem Glanz und wird u. a. als Tagungszentrum genutzt. Um die Tagungsgäste zu beherbergen wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts ein großes Hotel errichtet.
Dieser EarthCache führt dich zu einer Tuffstein-Grotte im Klosterpark. Die Anlage trägt im Volksmund die Bezeichnung "Kleine Wilhelmshöhe". Sie wurde in den 1690er Jahren nach Plänen von Paul du Ry verwirklicht, dem Planer des ab 1717 errichteten Bergparks Wilhelmshöhe in Kassel. Es ist davon auszugehen, dass Paul du Ry hier in Altmorschen erste Erfahrungen mit dem Habichtswald-Tuffgestein für den Kasseler Bergpark gewann.
Tuff (italienisch tufo, vom gleichbedeutenden lateinisch tofus) entsteht bei einem Vulkanausbruch durch Fallablagerungen oder Fließablagerungen. Bei Fallablagerungen "verkleben" zuvor in die Luft geschleuderte vulkanische Gesteinsfragmente. Bei Fließablagerungen treten in der Regel höhere Temperaturen auf und die Gesteinsfragmente sind häufig angeschmolzen. Die Farbe der weltweit vorkommenden Tuffgesteine reicht von grau über gelblich, bräunlich und rötlich bis kräftig rot. Aufgrund der vulkanischen Gaseinschlüsse ist Tuff häufig sehr porös. Er lässt sich daher leicht bearbeiten, ist jedoch z. T. nicht sehr witterungsbeständig. Tuffe können nach ihrer Struktur unterteilt werden:
- vitrischer Tuff mit Glas- und Bimssteinanteilen und weniger Gesteinsfragmenten
- lithischer Tuff mit vorherrschenden Gesteinsfragmenten und weniger Kristall- oder Glasanteilen
- Kristalltuff mit Kristallfragmenten
Außerdem können sie nach ihrem chemisch-mineralogischen Aufbau eingeteilt werden: Je nachdem, was für ein Gestein durch vulkanische Aktivität zu Tuff umgeformt wurde, unterscheidet sich daher Farbe und Struktur des Tuffgesteins. Hier einige Beispiele:

© Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Zum Vergrößern bitte klicken!
Um diesen EarthCache zu loggen, erfülle bitte die folgenden Aufgaben und sende mir die Lösungen zu:
- Beschreibe in eigenen Worten die Farbe und die Struktur der hier verwendeten Tuffsteine.
- Bestimme mit Hilfe der Informationen aus dem Listing, um was für eine Art von Tuff es sich handelt.
- Finde Belege dafür, dass es sich bei dem hier verwendeten Tuffgestein um ein poröses und nicht sehr wetterbeständiges Material handelt.
Sobald du mir die Lösungen zugeschickt hast, darfst du sofort loggen. Sollte eine Lösung nicht stimmen, melde ich mich bei dir. Gerne darfst du deinem Log auch ein Foto von dir und/oder deinem GPS vor der Tuffstein-Grotte beifügen.
The Haydau Monastery was founded in 1234/35 by Cistercian nuns and has since experienced a varied history: monastery, village school, palace, agricultural state property, prison, makeshift dwelling, industrial site, convention centre – the buildings grouped around the large Domänenhof court look back at various uses. From 1985 to 2001, the monastery had been laboriously restored and, today, it shines in new splendour being used as a convention centre. A big hotel was constructed at the beginning of the 21st century in order to host the participants of the conventions.
This EarthCache shows you a tuff grotto in the monastery's park. In the vernacular, this site is called "Little Wilhelmshöhe". It was realized in the 1690s according to plannings by Paul du Ry, the architect of the Wilhelmshöhe landscape park in Kassel which was laid out in 1717. It is likely that Paul du Ry had his first experiences with tuff stones here at Altmorschen which he would use later for the landscape park in Kassel.
Tuff (Italian tufo, from Latin tofus) is created during a volcanic eruption by fall deposits or flow deposits. For fall deposits, volcanic stone fragments initially thrown in the air stick together. For flow deposits, higher temperatures occur and the stone fragments are often melted. The colour of globally occuring tuff stones ranges from yellowish, brownish and reddish to strongly red. As it comprises cavities filled with volcanic gas, tuff is often very porous. This makes it easy to work but at the same time not very weather-resistant. Tuff can be classified according to its structure:
- vitric tuff with glass and pumice components and less stone fragments
- lithic tuff with predominant stone fragments and less crystal or glass components
- crystal tuff with crystal fragments
Additionally, tuff can be classified according to its chemical mineral structure: Depending on the mineral that has been transformed to tuff by volcanic activity, the tuff's colour and structure vary. Here are some examples:

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Fulfil the following tasks to log this EarthCache and send me your answers:
- Describe the colour and the structure of the tuff that is used here in your own words.
- Determine, with the help of the information given in this listing, which type of tuff it is.
- Find proof that the tuff which is used here is a porous and not very weather-resistant material.
You may log this geocache as soon as you have sent me your answers. If something is not okay, I will contact you. You are invited to add a photo of you and/or your GPS device in front of the tuff grotto to your online log.