Habe diese Münze vom Oberfeuer Petersdorf mitgenommen. Hier befindet sich der zweite Teil des Richtfeuers, das hinter dem Unterfeuer gelegene höhere der beiden Leuchtfeuer. Man befinder sich nur dann auf der richtigen Leitlinie, wenn Ober- und Unterfeuer beide in Deckung liegen.
Die Richtfeuerlinie im Überseehafen Rostock besteht aus einem Oberfeuer und einem Unterfeuer. Das Oberfeuer (dieser Cache hier) steht frei auf einer Wiese. Von hier aus ist es leider nicht möglich, das Unterfeuer zu sehen. Folgt man einfach dem Lichtstrahl bzw. dessen Richtung, erreicht man nach 1549 m (laut Leuchtfeuerverzeichnis), schon auf dem Hafengelände, das Unterfeuer. Diese Einfahrt in den Hafen nach Rostock war nicht immer so einfach:
Um 1195 erstmals urkundlich erwähnt, wurde das kleine Dorf Warnemünde schon 1323 von der reichen Stadt Rostock gekauft. Nur so konnte der strategisch so wichtige Zugang zur See dauerhaft gesichert werden. Warnemünde bestand damals aus zwei parallel zueinander verlaufenden Häuserreihen, die man der Einfachheit halber „Vörreeg“ (Vorderreihe) und „Achterreeg“ (Hinterreihe) nannte.
Der zur Verwaltung des Ortes bestellte Vogt hatte die Interessen der Rostocker Bürgerschaft durchzusetzen, was 1585 in einem fast absoluten Gewerbeverbot endete. Nur noch Fischer, Seelotsen und Seeleute durften in Warnemünde ihrer Profession nachgehen – jedes andere Handwerk und Gewerbe, auch schon der bloße Handel mit dem gefangenen Fisch, waren untersagt. Schwere Sturmfluten, wie die von 1625 und 1872, suchten Warnemünde heim. In kriegerischer Auseinandersetzungen der Rostocker wurde Warnemünde stets als Rostocker Vorposten zuerst verwickelt. Wallenstein ließ hier 1628 eine Zitadelle errichten. Ab 1632 erhoben die Schweden auf der Anhöhe am Alten Strom einen Zoll, der den Rostocker Hafen für Jahrzehnte lähmte. Die Gewerbebeschränkungen werden erst ab 1867 wieder gelockert.