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Kamaldulenser

A cache by eisenstädter Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 11/05/2007
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:

Am zweithöchsten Punkt des Naturparks Landseer Berge, liegt die Ruine des sogenannten "alten Klosters" . Im Jahr 1700 wurde auf Initiative von Eva Tököly der 2. Gemahlin des Fürsten Paul Esterhazy mit dem Bau dieses Klosters des Kamaldulenserordens (Gründer war der hl. Romuald im 10. Jahrhundert) auf der 750 m hohen Anhöhe im Norden von Landsee, die auch heute noch als Klosterberg bekannt ist, begonnen.


Gewidmet meinem Onkel Kreisdechant Michael Freismuth, ehem. Pfarrer von Landsee


Der Cache ist zu Fuß von Landsee aus am Besten über die rot-gelbe Markierung Richtung Pauliberg (bis zur Florianikapelle, dann den ausgeschilderten Abzweiger Richtung Kloster benützen) erreichbar.

Vom Klosterberg hat man einen wunderbaren Blick auf den Pauliberg und das Oberpullendorfer Becken. Für mich ein magischer Ort mit viel Vergangenheit.

Dieser Cache aus meiner "Naturpark Landseer Berge" - Reihe ist gut mit "White Cross" - GC17J41, "Teufelsmühle" - GC177FM , "Stones" - GC1730D, "Burgruine Landsee" - GCQT41, "Burgfried" - GC1D68F, "Heimatdichterin Mida Huber" - GC4741F, "Ödes Kircherl" - GC17JAA, "Vulkan" - GC17J2N, "Heimatdichterin Mida Huber" - GC4741F und "Heidriegel" - GC17JA7 kombinierbar.


Geschichtliches:
Das Kloster wurde 1702 vom Kahlenberg aus besiedelt. Der Gipfel des Berges wurde beim Bau des Klosters geebnet. Der Südhang fällt steil in 2 Terrassen ab, die mit Stützmauern unterfangen waren. Der so eingeebnete Hang trug Gärten. Der Nordhang des Klosterberges fällt steil zum Tal des Tessenbaches ab, ebenso der Osthang, während der Westhang zum Rabnitztal abfällt.

Das Gestein, aus dem der Klosterberg besteht und das auch zum Bau verwendet worden ist, ist Quarzit.

Ursprünglich gebaut für 12 Mönche (8 Priester und 4 Laienbrüder), lebten dort bis zum Jahr 1782 außer den Ordensoberen insgesamt 55 Ordensleute verschiedener Nationalitäten nach der Ordensregel des hl. Benedikt mit strengem Fasten und strengem Stillschweigen, welches nur an bestimmten Tagen zu bestimmten Zeiten unterbrochen wurde. Jeder Einsiedler verfügte innerhalb des Zellentraktes über ein kleines Häuschen mit 4 kleinen Räumen: Kapelle, Studierraum, Schlafraum und Werkzeugraum.

Zwischen den einzelnen Häuschen befanden sich Gärten, die die Mönche selbst bebauten. Im Mittelpunkt der Klosteranlage stand die Kirche, in der sich die Mönche zum gemeinsamen Chorgebet und zur hl. Messe versammelten.

Der Grundriss der Kirche ist 20 m lang und 8 m breit. Die Nordwand der Kirche ragt heute noch 7 m hoch auf und ist 1 m stark.

Hinweise auf die Klosterkirche finden sich auch in der vis. can. publica 11/2 vom Jahre 1781: Die Kirche, die nur benediziert ist, ist mit 7 Altären ausgestattet, von denen 2 privilegiert und die übrigen mit nur konsekrierten Altarsteinen versehen sind. Der Turm ist gemauert, mit einer Blechkuppe, einer Uhr und mit 3 Glocken im Gewicht von 7, 4 und 2 Zentnern versehen. Wertvolle Statuen, Kreuze oder Bilder sind nicht vorhanden. Unter der Kirche gab es eine Gruft, wo die Ordensleute begraben wurden. Insgesamt sind 19 Todesfälle und Begräbnisse nachgewiesen. Die Toten wurden in einem offenen Sarg beigesetzt.

Anschließend an die Kirche befanden sich ein Speisesaal, die Küche, die Bibliothek, die Werkstätten, das Gästehaus, das Krankenhaus, die Zellen der Mönche und verschiedene Wirtschaftsgebäude.


Das Modell des Klosters steht im Diözesanmuseum in Eisenstadt


Der Regen und das Schmelzwasser wurden mittels Holzrinnen in eine Zisterne an der Südseite der Kirche geleitet; das zum Trinken und Kochen benötigte Wasser wurde mit einem Maulesel von dem auch heute noch bestehenden Klosterbründl auf den Klosterberg hinaufgetragen. Von der Kirche aus gesehen im Westen befand sich ein Aussichtsturm, der nach allen Seiten einen herrlichen Rundblick bot.

Durch ein kaiserliches Rundschreiben vom 12.1.1782 wurden in den österreichischen Ländern und in den Ländern, die zu Österreich gehörten, alle Ordensgemeinschaften von Josef II. aufgehoben, die nicht in der Schule oder in der Krankenpflege tätig waren. Dieser Erlass betraf alle Orden, die auf ein beschauliches Leben und auf Selbstheiligung ausgerichtet waren; darunter auch den Orden der Kamaldulenser, der auf dem Kahlenberg bei Wien die einzige Niederlassung in Österreich hatte, und die 4 Tochterniederlassungen im früheren Ungarn, darunter auch die in Landsee. Am 23.4.1782 erhielten die Mönche am Landseer Klosterberg das Aufhebungsdekret.

Am 24.4.1782 erfolgte die Konskription, also die Aufschreibung aller Liegenschaften im Kloster und in der Kirche. Diese Liste ist heute noch erhalten, doch lässt sich der Weg der einzelnen Gegenstände nicht mehr verfolgen. Doch ist in diesem Zusammenhang auf einen interessanten Fund hinzuweisen, der mit Sicherheit aus dem Kloster stammt. In Landsee im Haus 101 ist eine Grabplatte aus rosa Marmor erhalten, die in lateinischer Schrift auf den Pater Tiburtius Lehozky hinweist, der im Jahre 1747 verstorben war.

Am 23.9.1782 mussten die Mönche das Kloster verlassen. Es wurde jedoch nicht sogleich dem Verfall preisgegeben; in alten Kirchenrechnungen finden sich noch Renovierungsarbeiten an verschiedenen Gebäudeteilen.

Außerdem diente es den Kaplänen, die seit 1788 als selbständige Seelsorger in Landsee wirkten, als Wohnstätte. Als mit dem Kirchenneubau der Dorfkirche auch ein neuer Pfarrhof gebaut wurde, ließ man das Kloster verfallen und verwendete es als Steinbruch. Vielleicht wurde auch zum Bau der neuen Dorfkirche im Jahre 1800 Material vom Kloster geholt. Am 5.4.1807 wurde Andreas Prantl im Alter von 36 Jahren von einer einstürzenden Mauer des aufgehobenen Kamaldulenserklosters erschlagen.

Seither wurden von der Klosterruine keine Steine mehr entfernt. Zu einem Wiederaufbau ist es durch Ausbruch des 1. Weltkrieges nicht mehr gekommen. Es könnte heute mit seiner herrlichen Lage auf dem Berggipfel in der Einsamkeit des Waldes ein Ort geistiger Erholung sein.

Quelle: Aufzeichnungen von Hw. Hr. Kreisdechant Michael Freismuth, Pfarrer von Landsee.

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Additional Hints (Decrypt)

Svaqr qra Fpungm va qra Znhrea qrf Xybfgref

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



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