Nummer 22 einer Serie mit interessanten Plätzen im Leithagebirge, die mir bisher
unbekannt waren.

Das Ochsengraben Aquaedukt mit dahinterliegender Rückhaltebecken-Staumauer
Da zukünftig von extremeren Hochwasser-Ereignissen ausgegangen werden muss, errichtete die Stadt Eisenstadt 2024 zum Schutz von Kleinhöflein ein Rückhaltebecken am Ochsengraben. Die Staumauer wurde als Gewichtsmauer mit einer Mauerstärke von 1,50 Meter ausgeführt und in die beiden Böschungsflanken eingebunden. Die Mauer ist zu Wartungszwecken begehbar und mit einem Geländer ausgestattet. Das Rückhaltevolumen beträgt 9.300 Kubikmeter.
Im Zuge des Bau des Rückehaltebeckens im Ochsengraben wurden auch die Reste des bald 200 Jahre alten Aquaedukts der Fürstlich Esterházyschen Schlosswasserleitung konserviert.
Fürst Nikolaus II. Esterházy (1765-1833) wollte den Schlosspark zu einem englischen Landschaftsgarten umgestalten. Dafür brauchte er eine Wasserversorgung für die er nicht nur die erste Dampfkraftmaschine in Kontinentaleuropa anschaffte, sondern auch zwei Wasserleitungen bauen ließ. Eine lag am Buchgraben, die zweite nahm ihren Ursprung in Müllendorf.
Sie verlief Großteils unterirdisch Richtung Eisenstadt. In Kleinhöflein mussten jedoch Hohlwege überquert werden. Im Ochsengraben wurde dieses Aquaedukt mit zwei offenen Bögen und einem massiven Mittelpfeiler errichtet. Deren Reste sind heute noch zu sehen.
Fertiggestellt wurde die Müllendorf-Eisenstädter Schlosswasserleitung im Jahre 1826. Bis nach dem zweiten Weltkrieg diente die Anlage auch zur Trinkwasserversorgung von Eisenstadt. Eisenstadt war damit seiner Zeit voraus, die erste vergleichbare Hochquellwasserleitung in Wien wurde erst mehr als 50 Jahre später errichtet (Quelle: BVZ).
Ausführliche Informationen über die Geschichte des Aquaeduktes gibt es HIER zu lesen. Vielen Dank an OAR Wolfgang Meyer!
Dieser Cache ist gut mit meinem Multi "Way to Heaven" - GC16DVW und mit dem "Geam Putn-Baum" - GC3MEVX und dem "Kümmerlingstein" - GC37JXP kombinierbar.

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