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Hinter Sonne und Mond Mystery Cache

Hidden : 9/14/2020
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:


Dieser Cache ist Teil einer Serie zu meiner Lieblings-Fantasyliteratur. In loser Folge werden Mysteries erscheinen, die an meine Lieblingsbücher/-reihen angelehnt sind. Die Geschichte hat ihre Idee vom Jugendbuch "Krabat" von Otfried Preußler. Um das Rätsel zu lösen, müsst ihr das Buch weder gekauft noch gelesen haben. 

 

Nun mahlt sie wieder!

"Die Mühle!", rief der Meister, die Hände zum Trichter geformt. "Nun mahlt sie wieder!" Die Mühle, das war die Mühle im Koselbruch, am Schwarzen Wasser, in der Nähe des Dorfes Schwarzkollm. Über sie sagte man, es sei nicht geheuer da.

Dort herrschte der Müllermeister, ein finsterer, immer schwarz gekleideter Mann mit einer Augenklappe über dem linken Auge, mit eiserner Hand über die zwölf Müllergesellen, die sich dort verdingt hatten. Die Gesellen, das waren Krabat, Tonda, Michal, Merten, Petar, Staschko, Lyschko, Andrusch, Hanzo, Kito, Kubo und nicht zu vergessen der dumme Juro (der nicht zum Müllern taugte und deswegen die Hausarbeit erledigen musste). Was niemand außer dem Müller und den Gesellen wusste: Die Mühle war eigentlich eine Schule, an denen der Müller die Gesellen in der Schwarzen Kunst lehrte: das Zaubern. Und der Meister war mit dem... Herrn Gevatter im Bunde.

Hier soll es um Krabat gehen. Krabat war ein Waisenjunge von sechzehn Jahren, der auf der Mühle seit zwei Jahren Mühlknappe war. Viel war in diesen zwei Jahren geschehen: Krabat hatte seine Freunde Tonda und Michal verloren, zwei Gesellen, die beide an einem Neujahrsmorgen tot aufgefunden worden waren (das ging auch nicht mit rechten Dingen zu, munkelten die Gesellen). Er hatte sich in ein Mädchen verliebt, eigentlich zuerst in ihre Stimme, denn sie war die Vorsängerin bei der Osterprozession (eine Vorsängerin wurde hier in der Gegend Kantorka genannt), und Krabat war von ihrer glockenhellen Stimme beeindruckt. Als er die Kantorka dann zum ersten Mal gesehen hatte in der sorbischen Ostertracht und mit ihrem hellen Haar, da war es um ihn geschehen. Doch davon später mehr. Außerdem hatte Krabat viel zaubern gelernt und einen alten Freund wiedergefunden, den kleinen Lobosch aus Maukendorf, der sich zwei Jahre nach Krabat auf der Mühle verdingt hatte.

Nun mahlte die Mühle also wieder. Sie hatte vom Silvesterabend, Michals Tod, bis zum Dreikönigstag, Loboschs Ankunft, stillgestanden. Krabats drittes Jahr auf der Mühle begann. Er wurde dem kleinen Lobosch eine Art Mentor, aber die meiste Zeit dachte er neben dem Arbeiten an die Kantorka. Was für ihn sehr gefährlich war. Krabat erinnerte sich an seinen toten Freund Tonda, der ihm folgendes gesagt hatte:

"Ich hatte ein Mädchen lieb", sagte er. "Worschula war ihr Name. Nun liegt sie seit einem halben Jahr auf dem Friedhof von Seidewinkel: Ich habe ihr kein Glück gebracht. Du musst wissen, dass keiner von uns auf der Mühle den Mädchen Glück bringt. Ich weiß nicht, woran das liegt, und ich will dir auch keine Angst machen. Solltest du aber jemals ein Mädchen lieb haben, Krabat, dann lass dir's nicht anmerken. Sorge dafür dass der Meister es nicht erfährt - und auch Lyschko nicht, der im alles zuträgt." "Haben der Meister und Lyschko damit zu tun, dass dein Mädchen gestorben ist?", fragte Krabat. "Ich weiß es nicht", sagte Tonda. "Ich weiß nur, dass Worschula noch am Leben wäre, hätte ich ihren Namen für mich behalten. Ich habe das erst erfahren, als es zu spät war. Du aber, Krabat - du weißt es nun, und du weißt es rechtzeitig: Gib, wenn du je ein Mädchen hast, ihren Namen nicht preis auf der Mühle! Um nichts auf der Welt lass ihn dir entlocken. Von niemand, hörst du! Im Wachen nicht und im Schlaf nicht - damit du euch nicht ins Unglück bringst." Krabat wurde jedesmal sehr traurig, wenn er an dieses Gespräch mit Tonda dachte. Er vermutete, dass Tonda für seine Liebe vom Meister geopfert worden war.

 

Ich bin Krabat

Die Zeit ging ins Land, und dann war es wieder Ostern geworden. Samstags, zur Osternacht, zogen die Gesellen nach Mühlenbrauch aus, um die Nacht an einem Ort zu verbringen, an dem jemand gewaltsam zu Tode gekommen war. So saß Krabat dann zusammen mit Lobosch an einem Gedenkkreuz, das gemeinhin "Bäumels Tod" genannt wurde, und wartete darauf, dass der Ostergesang angestimmt wurde. Diese Nacht war für ihn besonders: Heute wollte er zum ersten Mal mit der Kantorka sprechen!

Gegen Mitternacht setzte leichter Regen ein. Lobosch zog sich die Decke über den Kopf. "Tu das nicht!", sagte Krabat. "Dann wirst du die Glocken nicht hören und den Gesang im Dorf." Wenig später vernahmen sie, wie in der Ferne die Osterglocken zu läuten anhoben, und sie hörten die Stimme der Kantorka von Schwarzkollm herüber: Die Stimme der Kantorka und, im Wechsel mit ihr, die anderen Mädchen. "Klingt schön", sagte Lobosch nach einer Weile. Um das zu hören, kann man sich ruhig nass regnen lassen." 

Vor Kurzem hatte Krabat einen neuen Zauber gelernt. Durch ihn konnte er in Gedanken mit jemandem sprechen. Das wollte er nun mit der Kantorka tun. "Dies ist die Kunst, in Gedanken zu einem anderen Menschen zu sprechen, dass er die Worte hören kann und versteht, als kämen sie aus ihm selbst… Es bittet dich jemand, Kantorka, dass du ihn anhörst“, sprach er. „Du kennst ihn nicht, aber er kennt dich seit langem. Wenn du an diesem Morgen das Osterwasser geschöpft hast, dann richte es auf dem Heimweg ein, dass du hinter den anderen Mädchen zurückbleibst. Allein musst du gehen mit deinem Wasserkrug, weil der Jemand dich treffen will – und er mag nicht, dass es vor aller Augen geschieht, weil es nur dich etwas angeht, und ihn, und sonst niemanden auf der Welt.“ ...

Unter einem  Vorwand schaffte es Krabat, sich von Lobosch abzusetzen. Krabat eilte zu der Stelle, von der er wusste, dass dort die Mädchen vorbeikommen mussten, wenn sie das Osterwasser nach Hause trugen: dort schlug er sich in die Hecken. Nicht lange, da kamen die Mädchen mit ihren Wasserkrügen und zogen in langer Reihe an ihm vorüber. Die Kantorka, Krabat sah es, war nicht dabei. Sie hatte ihn also gehört, und sie hatte verstanden, worum er sie aus der Ferne gebeten hatte. Als dann die Mädchen verschwunden waren, sah er sie kommen. Allein kam sie, fest in ihr wollendes Umtuch gehüllt. Da trat er hervor und ging auf sie zu. "Ich bin Krabat, ein Mühlknappe aus dem Koselbruch", sagte er. "Fürchte dich nicht vor mir." Die Kantorka blickte ihm ins Gesicht, ganz ruhig, als habe sie ihn erwartet. "Ich kenne dich", sagte sie, "denn ich habe von dir geträumt. Von dir und von einem Menschen, der Böses mit dir im Sinn hatte - aber wir haben uns nicht geschert um ihn, du und ich. Seither habe ich darauf gewartet, dass ich dich treffen würde: und jetzt bist du also da." "Ich bin da", sagte Krabat. "Aber ich kann nicht lang bleiben - sie warten auf mich in der Mühle." "Auch ich muss nach Hause", sagte die Kantorka. "Ob wir uns wiedersehen?" 

 

Hinter Sonne und Mond

Krabat war nicht mehr der Krabat von früher. Während der folgenden Tage und Wochen lebte er hinter Sonne und Mond. Er tat, was zu tun war, er sprach mit den Burschen, er antwortete ihnen auf Fragen - aber in Wahrheit war er weit weg von allem, was auf der Mühle vorging: er war bei der Kantorka, und die Kantorka war bei ihm, und die Welt wurde immer heller ringsum, immer schöner mit jedem Tag. In den nächsten Monaten traf sich Krabat in der Tat oft heimlich mit der Kantorka. Oder er sprach in Gedanken zu ihr durch die Kraft des Zaubers. Einmal offenbarte sie ihm, dass die Menschen im Dorf unter Armut litten: Der lange, harte Winter hatte seine Spuren hinterlassen, und die Vorratskammern waren leer, obwohl auch ein kleines Wunderwerk geschehen war: Die Bauern hatten sich überwunden und den Meister gebeten, es schneien zu lassen, damit die Saaten auf den Feldern geschützt seien. Der Meister lehnte das Gesuch ab und jagte die Bauern vom Hof. Wie erstaunt aber waren die Müllerburschen, dass am nächsten Tag Schnee lag. Obwohl es doch überhaupt kein Wetter für Schnee war. Von den Burschen hatte keiner den Schnee gezaubert, das konnte keiner von ihnen, und der Meister sowieso nicht, soviel war sicher. Wer war es dann gewesen?

Auch Krabat beschloss, die Kantorka, ihre Familie und die anderen Bewohner Schwarzkollms zu unterstützen. Heimlich zweigte er Säcke von Mehl, andere Vorräte und auch Gebrauchsgegenstände ab, suchte sich im Koselbruch ein Versteck und brachte die Sachen regelmäßig dorthin, wo sie von den Schwarzkollmern dankbar abgeholt wurden. Allerdings führte dies nach kurzer Zeit zu großen Problemen. Lyschko, der Geselle, dem Krabat nicht traute, musste davon Wind bekommen und es dem Meister gesteckt haben, denn die Kantorka berichtete Krabat, dass die zwei Burschen aus dem Dorf, die die Gaben abholen wollten, beim Versteck von einem Wolf angefallen worden waren, dem das linke Auge fehlte. Der Meister, der sich in einen Wolf verwandelt hatte, schloss Krabat. Denn dem fehlte ja auch das linke Auge. Also musste sich Krabat einen anderen Plan überlegen.

 

Nicht dumm

Dabei kam ihm der Zufall zur Hilfe. Krabat wurde eines Tages ausgeschickt, um mit dem dummen Juro einen Auftrag außerhalb der Mühle zu erledigen. Hinterher saßen sie zusammen und unterhielten sich. Was Juro redete, machte Krabat stutzig. Das klang eigentlich gar nicht so dumm, was Juro von sich gab! Auf einmal verstand Krabat. "Du bist es also", sagte er, "dem die Bauern den Schnee zu verdanken haben! Du bist nicht der Dummkopf, für den wir dich alle halten, nicht wahr - du verstellst dich bloß!" "Und wenn es so wäre?", erwiderte Juro. "Ich will nicht bestreiten, dass ich nicht ganz so blöd bin, wie alle meinen. Ja, ich bin es, dem die Bauern den Schnee zu verdanken haben. Es tat mir Leid, dass sie um ihre Saat fürchten." "Woher kannst du diesen Zauber?", fragte Krabat. "Na, ich bin der dumme Juro, der nur zur Hausarbeit taugt. Das bedeutet auch, dass ich oft die Kammer des Meisters putzen muss. Und dort liegt der Koraktor, du weißt, das große Zauberbuch, aus dem der Meister uns die Zaubersprüche lehrt. Darin lese ich viel, wenn ich die Kammer putze, und lerne alle Sprüche, die ich kann." " Krabat staunte. Das hätte er nicht gedacht! Dass der vermeintlich dumme Juro so viele Zauber kannte!

Dies ist die Kunst, Dinge zu verstecken

Juro sprach weiter: "Nun sage mir: Jemand nimmt seit einigen Wochen Mehl und andere Vorräte aus der Speisekammer. Bist du das gewesen?" Da Krabat nun wusste, dass Juro den Schwarzkollmern auch helfen wollte, vertraute er ihm und antwortete: "Ja. Ich habe erfahren, dass sie Not leiden. Deswegen habe ich Vorräte abgezweigt und im Wald bei Schwarzkollm versteckt. Allerdings hat der Meister davon Wind bekommen und, wie ich meine, sich in einen Wolf verwandelt die Burschen angefallen, die die Vorräte abholen wollten." "Das musst du anders anfangen", sagte Juro. Du musst die Vorräte mit einem Zauber schützen und die Leute, die sie holen wollen, auch." "Beherrschst du einen solchen Zauber?", wollte Krabat wissen. "Ja, ich habe ihn im Koraktor gelesen", antwortete Juro. "Wie geht er?" Juro begann zu zitieren. "Dies ist die Kunst, Dinge so zu verstecken, dass nur rechtschaffene Menschen sie finden können, und etwas von ihnen wegnehmen oder hinzufügen können. Zum ersten versieh dich mit den Dingen, die du verstecken willst, einem kleinen Buch, einem Stück Kohle, einem Blatt von schwarzem Pergament und einer Handvoll weißem Pulver, gleich welcher Art. Zum zweiten verstecke die Dinge an einem sicheren, geschützten Ort und füge das Buch und das Stück Kohle hinzu, auf dass die rechtschaffenen Menschen dort eintragen, dass sie die Dinge gefunden haben. Zum dritten schreibe den Ort des Verstecks in einer geheimen Formel mit dem weißen Pulver auf das schwarze Pergament. Zum vierten und letzten, nachdem du dies alles verrichtet hast, sollst du sprechen, was hier geschrieben steht..." Es folgten einige unverständliche Wörter: der Zauberspruch.

Krabat und Juro machten aus, dass Krabat einen neuen Versteckort für die Vorräte suchen sollte und diese dort ablegen sollte. Juro würde in dieser Zeit alle benötigten Gegenstände besorgen. So machten sie´ s. Nachdem Krabat die Vorräte, das kleine Buch und die Kohle an einem neuen Ort bei Schwarzkollm versteckt hatte, kehrte er zur Mühle zurück, wo Juro im Stall bereits auf ihn wartete. Er hatte das Pergament und eine Handvoll Mehl besorgt und die geheime Formel und den Zauberspruch für Krabat aufgeschrieben. Krabat streute die Buchstaben und Zeichen der Formel mit Mehl auf das schwarze Pergament. Dann sprach er den Zauber. Als er die letzten Worte gesprochen hatte, begann das Mehl, in alle Winde zu zerstäuben.

Dann war auf dem schwarzen Pergament nichts mehr zu sehen. "Es hat gewirkt!", sagte Juro, "nun können die Menschen in Sicherheit zu der Stelle gehen." Krabat freute sich und Juro mit ihm. Nun berichtete Krabat noch in Gedanken der Kantorka, wo die neue Stelle zu finden war.

Wie die Geschichte von Krabat ausgeht? Das müsst ihr im Buch nachlesen!

Und nun viel Spaß beim Rätseln und Suchen!

 

Hier kannst du deine Lösung überprüfen: 

 

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Wer sich für die Sage von Krabat interessiert, kann sich hier informieren: Wikipedia.

Interessant ist auch dieser Ort: In Schwarzkollm, Sachsen, gibt es ein Erlebniszentrum, in dem die Schwarze Mühle "nachgebaut" wurde, bestehend aus historischen Gebäuden, die andernorts abgerissen werden sollten und hier stattdessen umgesiedelt und originalgetreu wieder aufgebaut wurden, historischen Werkzeugen des Müllerhandwerks, Requisiten aus dem Film "Krabat" (2008) und einem Heimatmuseum mit u. a. sorbischen Trachten. Der Eintritt ist frei. Hier der Link: Krabatmühle Schwarzkollm . Dort habe ich auch die Fotos "Die Schwarze Mühle", "Der Koselbruch" und "Der Koraktor" aufgenommen.

Der Teil der Geschichte, in dem Krabat die Schwarzkollmer mit Vorräten versorgt, ist vom Film entlehnt und kommt nicht im Buch vor.

Die wasserschöpfenden Mädchen tragen hier keine obersorbische Tracht. Ich habe leider kein passendes Foto gefunden, deswegen habe ich dieses eingefügt, dass man trotzdem eine Vorstellung hat.

Die kursiv gedruckten Passagen im Listing sind Zitate aus Otfried Preußlers Buch.

Die Kopfkoordinaten zeigen auf eine ehemalige Mühle in einem Gebiet, in dem früher ein Moor (=Bruch, wie der Koselbruch) war. Es ist allerdings keine Zauberschule laugh => Schanzermühle

Parken könnt ihr direkt am Final.

 

 

Alle Caches dieser Reihe:

 

In den Fußstapfen eines sentimentalen Dinosauriers

Fabricati Diem, Pvnc

Hinter Sonne und Mond

Nordlichter

Die richtigen Worte

Hüte dich vor den Gefahren des Waldes

Eine Überdosis Natur

Es steht in den Sternen

Die Landkarte der Tage

 

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