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Schilda #7 - Schildas Ende Mystery Cache

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Zeachenkaas: Der Cache wandert ins Archiv.

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Hidden : 12/1/2015
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Im ersten Teil dieser Serie bekamen wir kulturhistorisches Basiswissen über die Bürger von Schilda mitgeteilt und erfuhren, wieso aus ursprünglich überaus klugen später so unheimlich dumme Menschen wurden.

Der zweite Teil widmete sich der berühmten Geschichte über den Bau des Rathauses.

Im dritten Teil wurde uns die Geschichte „Die Schildbürger und der versalzene Gemeindeacker“ näher gebracht.

Der vierte Teil handelt von der Geschichte „Der Kaiser kommt zu Besuch“.

Im fünften Teil erfuhren wir etwas über „die Kuh auf der alten Mauer“.

Im sechsten Teil wurden uns gleich drei Episoden der Schildbürger berichtet.

Im siebten Teil werden uns nun die beiden letzten Geschichten der Schildbürger geschildert.

Wer nun allerdings glaubt, dass diese Cachereihe damit ebenfalls an ihrem Schlusspunkt angelangt ist, der irrt sich – aber gewaltig!

 

Erziehung in einem Tag oder gar nicht

Ein Schildbürger fuhr mit seinem Sohn in die Kreisstadt zum Schulmeister und sagte: „Man rühmt deinen Unterricht. Deshalb möchte ich meinen Jungen ein wenig bei dir lassen.“ – „Was weiß er denn schon?“, fragte der Lehrer und hörte dabei nicht auf, einen Schüler zu verprügeln. – „Er weiß nichts“, antwortete der Schildbürger. – „Und wie alt ist er?“, fragte der Lehrer weiter. – „Erst dreißig Jahre“, meinte der Schildbürger entschuldigend, „was kann er da schon gelernt haben! Ich selber bin fünfundsechzig Jahre alt und weiß nicht das geringste!“

„Also meinetwegen“, erklärte der Schulmeister. „Lass ihn hier! Doch wenn er nicht pariert und lernt, kriegt er, trotz seiner dreißig Jahre, von mir genauso viel Prügel, als ob er zwölf wäre!“ Das war dem Schildbürger recht. Er versprach auch, die Erziehung gut zu bezahlen. Dann gab er seinem jungen zum Abschied eine Ohrfeige und wollte gehen.

„Einen Moment!“, rief der Lehrer. „Wie lange soll er denn in meiner Schule bleiben, und wann holst du ihn wieder ab?“ – „Bald“, sagte der Schildbürger, „Denn viel braucht er nicht zu lernen. Es genügt, wenn er so viel weiß wie du!“ Das verdross den Lehrer ein wenig, und er wollte ganz genau wissen, wann der Junge abgeholt würde. „Ganz genau kann ich's dir nicht sagen“, meinte der Schildbürger. „Es hängt davon ab, wie lange euer Schmied braucht, meinem Pferd ein Hufeisen festzuschlagen. Es hat auf der Herfahrt sehr geklappert. Sobald das Eisen fest ist, hol' ich ihn wieder ab.“

„Du bist wohl nicht bei Trost!“, rief der Schulmeister. „Und wenn ich deinen Bengel prügelte, bis mir der Arm wehtäte, auch dann müsste ich ihn mindestens ein Jahr hier behalten, damit er etwas lernt!“ Da nahm der Schildbürger seinen dreißigjährigen Sohn wieder bei der Hand und suchte das Weite. In der Tür sagte er nur noch: „Dass Lernen weh tut und Geld kostet mag hingehen. Doch ein Jahr Zeit ist mir dafür zu schade. Dann soll er lieber so dumm bleiben wie sein Vater.“

 

Die Folgen der Dummheit für Schilda und die übrige Welt

Man kann es fast nicht glauben, aber in Schilda hatte man noch nie eine Katze gesehen! Aber Mäuse waren überall, auch beim Bäcker und nicht zuletzt beim Ochsenwirt. Bei diesem kehrte eines Tages ein Wanderer ein, der eine Katze bei sich hatte.

Da die Schildaer Mäuse nicht wussten, was eine Katze ist, waren sie sehr zutraulich, und bald hatte die fremde Katze zwei Dutzend Mäuse getötet. Man wollte nun wissen, wie das Tier heißt und wie viel es kostet. „Maushund heißt es”, sagte der Wandersmann, „und weil Maushunde sehr selten sind, kostet mein schönes Exemplar hundert Gulden.“

So geschah es, dass sie sich die Katze kauften. Als der Wanderer das Geld bekommen hatte, machte er sich aus dem Staub. Kaum war er aus dem Stadttor hinaus, kam ihm auch schon jemand nachgelaufen. Er wollte wissen, womit man den Maushund füttern muss. Der Wanderer rief ihm zu: „Nur Speck frisst er nie!”

Da lief der Schildbürger verzweifelt in die Stadt zurück. Er hatte in der Eile verstanden: „Nur Menschen und Vieh!” Da bekamen sie einen großen Schreck. „Wenn wir keine Mäuse mehr haben werden, wird er unser Vieh und uns selber fressen!” riefen sie ganz entsetzt. „Wo hat er sich versteckt?” „Im Rathaus!” So umzingelten sie das Rathaus, doch die Katze ließ sich nicht fangen.

Da steckten sie das Rathaus in Brand, um das Tier auszuräuchern. Als es der Katze zu heiß wurde, kletterte sie aufs Rathausdach, sprang dann aufs Nachbardach und putzte sich mit der Pfote den Bart. „Er droht uns!”, rief der Schmied. Der Bäcker rief voller Angst: „Er will uns jetzt essen!” Da zündeten sie das Nachbarhaus an. Und weil die Katze von Dach zu Dach sprang und die Schildbürger in ihrer Todesangst Haus um Haus anzündeten, brannte um Mitternacht die ganze Stadt.

Am nächsten Morgen lag ganz Schilda in Schutt und Asche. Die Katze war vor Schreck in die Wiesen gelaufen und verschwunden. Nun saßen die Schildbürger auf den Trümmern ihrer Stadt. Sie waren froh, nicht gefressen worden zu sein, und beschlossen, in alle Himmelsrichtungen auszuwandern.

Das taten sie auch. Und so kommt es, dass es heutzutage die Stadt Schilda und die Schildbürger nicht mehr gibt. Das heißt: Es gibt sie natürlich noch. Ihre Enkel und Urenkel und deren Enkel und Urenkel leben über die ganze Erde verstreut. Sie wissen gar nicht mehr, dass sie von den Schildbürgern abstammen. Von Leuten also, die sich dumm stellten, um glücklich zu werden. Und dann gerieten sie ins Unglück, weil sie dumm wurden. Und sie können es auch gar nicht wissen. Denn heutzutage werden die Dummen berühmt und bekannt. Sie kommen zu Geld und Glück genauso wie die Klugen. Woran sollten also die Dummen auf unserer Erde merken, dass sie dumm sind?

An einem einzigen Merkmal kann man die Dummen erkennen: Mit dem, was sie erreicht haben, sind sie selten, aber mit sich selber sind sie immer zufrieden. Passt also gut auf! Bei den anderen. Und bei wem noch? Ganz recht, bei euch selbst!

 


 

Nun zum Cache:

Nachdem du sicherlich alle sieben Texte über die Schildbürger genauestens gelesen hast und locker auswendig rezitieren kannst, wird es für dich ein Leichtes sein, nachfolgende Textlücken zu schließen.

Bei evtl. urplötzlich auftretendem Gedächtnisversagen lies einfach im Text der Caches Schilda 1-7 nach!

Zähle bei den gesuchten Wörtern die Buchstabenanzahl und bilde, wenn nötig, die einstellige Quersumme!

 

1) Der [ A ] hatte den verhängnisvollen Einfall, der die ursprünglich für ihre Klugheit so berühmten Schildbürger in der Folge zu solchen Dummköpfen machte, als die sie in die Geschichte eingingen.

2) Ein [ B ] löste das Problem des dunklen Rathauses, indem er den Schildbürgern riet, einfach das Dach abzudecken.

3) Der [ C ] hatte schließlich eine glorreiche Idee, wie vermieden werden konnte, dass der Schmied beim Vertreiben des Viehs das kostbare Salzkraut zertrampelt: Man trug ihn zu viert auf einem Brett über den Acker!

4) Als die Schildbürger anlässlich des kaiserlichen Besuchs einen Bürgermeister mittels eines Reimwettbewerbs ermitteln wollten, gewann diesen ein Mann, der früher lange Jahre [ D ] gewesen war, mit folgenden Worten: „Meine Frau, die heißt Katrin, wär gerne Bürgermeisterin, ist schwerer als das schwerste Schwein und trinkt am liebsten Bayrisch Bier."

5) Nachdem eine Kuh unter unglücklichen Umständen zu Tode kam, einigten sich die Schildbürger darauf, dass ihre [ E ] schuld daran sei. (1 Wort)

6) Als einmal ein Krebs wegen mutwilliger Sachbeschädigung und versuchten Mordes verurteilt wurde, war der [ F ] überraschend nicht bei dessen Exekution.

7) Als ein Schildbürger seinen erst 30-Jährigen Sohn in der Kreisstadt bei einem Schulmeister unterrichten lassen wollte, meinte der, dass er mindestens … bleiben müsse, um etwas zu lernen.

einen Tag [G=3], eine Woche [G=4], ein Monat [G=5], ein Semester [G=6], ein Jahr [G=7], ein Leben lang [G=8]

 

Die Zielkoordinaten der Dose errechnen sich folgendermaßen:

N 47° 16.[D-B][A-C][ B ] E 011° 25.[ E ][G+1][F-3]

Obwohl kaum nötig, kannst du die Koordinaten noch mit dem Geochecker überprüfen.

Besten Dank an Skorzak für den Betatest!

Gutes Gelingen wünscht dir Zeachenkaas!

 

 

Additional Hints (Decrypt)

nyyrf hagre rvarz Qnpu

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)